Al-Dschasira: Journalist und Kameramann in Gaza getötet
31.07.2024 - 22:23:34 | dpa.deAl-Dschasiras Bericht zufolge ereignete sich der tödliche Vorfall in der Stadt Gaza. In sozialen Medien kursierten Videos, die ein schwer beschĂ€digtes Fahrzeug mit einer versehrten Leiche zeigten. Israels Armee Ă€uĂerte sich zunĂ€chst nicht zu den Berichten.
Die Hamas verurteilte die Tat in einer ErklÀrung auf Telegram als "abscheuliches Verbrechen, das zu der Reihe von Verbrechen hinzukommt, die der Feind gegen palÀstinensische Journalisten begangen hat."
Die israelische Regierung hatte Al-Dschasira, dessen Zentrale im Golfemirat Katar ansĂ€ssig ist, im Mai per Verordnung geschlossen. Kabel- und Satellitenanbieter hatten den Sender aus dem Netz genommen. Seine Webseiten, darunter auch die in englischer Sprache, wurden blockiert. BĂŒros in Israel wurden geschlossen, AusrĂŒstung beschlagnahmt. Al-Dschasira wies VorwĂŒrfe der Voreingenommenheit zurĂŒck, verurteilte die Entscheidung und kĂŒndigte an, dagegen vorzugehen.
Al-Dschasira ist derzeit das einzige Medienunternehmen, das in der Folge des Gaza-Kriegs in Israel verboten wurde. Der israelische MinisterprÀsident Benjamin Netanjahu hatte es als "Sprachrohr der Hamas" bezeichnet, das der Sicherheit Israel geschadet habe.
Die bekannte Al-Dschasira-Reporterin Schirin Abu Akle war im Mai 2022 wĂ€hrend eines israelischen MilitĂ€reinsatzes in Dschenin im besetzten Westjordanland durch SchĂŒsse getötet worden. Eine Untersuchung des israelischen MilitĂ€rs kam spĂ€ter zu dem Ergebnis, dass die SchĂŒsse nicht eindeutig zuzuordnen waren, jedoch "sehr wahrscheinlich" versehentlich von einem israelischen Soldaten abgegeben worden waren. Strafrechtliche Ermittlungen wurden nicht eingeleitet. Es hatte wĂ€hrend des Einsatzes auch ein Feuergefecht mit militanten PalĂ€stinensern gegeben.
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