Weiterer Verdacht auf Afrikanische Schweinepest im Sauerland
15.06.2025 - 14:36:08 | dpa.deIm Kreis Olpe seien mehrere tote Tiere gefunden worden, bei denen der Verdacht bestehe, teilte das nordrhein-westfĂ€lische Landwirtschaftsministerium mit. Genauere Untersuchungen der Kadaver stĂŒnden aber noch aus.
Die Behörden kĂŒndigten an, voraussichtlich am Montag eine sogenannte "infizierte Zone" um den Fundort festzulegen. Dort wĂŒrden dann verschĂ€rfte Schutzauflagen gelten, die eine weitere Verbreitung des Virus verhindern sollen. "Das mögliche Gebiet wird derzeit zwischen zustĂ€ndigen Behörden intensiv beraten und auch mit dem Bund und der EU abgestimmt", teilte das Ministerium mit.
SchutzzĂ€une und Auflagen fĂŒr SchweinezĂŒchter
Vorgesehen sei unter anderem, in dieser Zone SchutzzĂ€une zu errichtet, um zu verhindern, dass Wildschweine in Nachbarregionen wandern und das Virus weiter verbreiten. "Auch wird es Auflagen geben fĂŒr schweinehaltende Betriebe in der Region, fĂŒr die Jagd und fĂŒr Hundehalter, die ihre Hunde nur angeleint und auf den Wegen im Wald fĂŒhren dĂŒrfen", kĂŒndigte das Ministerium an.
Am Samstag hatte das zustÀndige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) einen ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest bei einem verendeten Wildschwein in Kirchhundem bestÀtigt.
FĂŒr Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefĂ€hrlich. Gleiches gilt fĂŒr andere Haus- und Nutztierarten. FĂŒr Haus- und Wildschweine verlĂ€uft eine Infektion mit dem ASP-Virus jedoch fast immer tödlich.
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