MRI, Fleischwaren

MRI: Viele Fleischwaren enthalten weiterhin zu viel Salz

18.06.2024 - 18:54:02 | dts-nachrichtenagentur.de

Bei Wurstwaren und weiteren Fleischerzeugnissen, Brot und KleingebÀck sowie Riegeln sind die Gehalte an Energie, Zucker, Fetten und Salz seit 2020 kaum gesunken.

Fleisch und Wurst im Supermarkt (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das zeigt eine Erhebung des vom Max-Rubner-Institut (MRI), die am Dienstag veröffentlicht wurde. Das von der Lebensmittelindustrie selbst gesteckte Ziel zur Salzreduktion in erhitzten Fleischerzeugnissen wurde gerissen. Auch viele Produkte, die mit ihrer Optik explizit Kinder ansprechen, weisen weiterhin hohe Zucker-, Fett- und Salzgehalte auf: Bei Wurstwaren, weiteren Fleischerzeugnissen und Riegeln erfĂŒllen nur wenige Produkte die Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fĂŒr die Vermarktung gegenĂŒber Kindern.

Der mittlere Salzgehalt bei Brot und KleingebĂ€ck ist zwar nah am selbst gesteckten Ziel der GroßbĂ€ckereien - die ReduktionsbemĂŒhungen haben aber nachgelassen. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (GrĂŒne) pochte auf Nachbesserungen durch die Industrie. "Die Wurst ist eines der beliebtesten Lebensmittel in Deutschland und gehört fĂŒr viele Menschen traditionell zur Brotzeit dazu. Umso wichtiger ist es, dass ihr Genuss einer ausgewogenen, nachhaltigen ErnĂ€hrung möglichst nicht entgegensteht", sagte Özdemir. "Das Produktmonitoring zeigt weiterhin zu hohe Salzanteile bei vielen Produkten, sogar bei jenen, die sich gezielt an Kinder richten. Die Lebensmittelunternehmen könnten hier einen grĂ¶ĂŸeren Beitrag zu einer gesunden ErnĂ€hrung leisten." Angesichts der weiterhin hohen Zuckergehalte fordern die BundeslĂ€nder Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und ThĂŒringen derweil eine Steuer auf zuckerhaltige Softdrinks, wie die "Bild" berichtet. In Großbritannien ging der Zuckerkonsum zurĂŒck, nachdem die Regierung 2018 eine Zuckersteuer eingefĂŒhrt hatte. Ein BĂŒndnis von 35 Organisationen aus Medizin, Wissenschaft sowie Verbraucher- und Kinderschutz forderte zudem ein Gesetz gegen Werbung fĂŒr ungesunde Lebensmittel. Die Ampel habe den klaren Auftrag aus dem Koalitionsvertrag, den Schutz von Kindern vor Reklame fĂŒr Nahrungsmittel mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt sicherzustellen, heißt es in einem Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), ĂŒber den die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" berichten. "Effektive Regelungen sind ĂŒberfĂ€llig und dĂŒrfen nicht scheitern." Zu den Unterzeichnern zĂ€hlen unter anderem die BundesĂ€rztekammer, der Berufsverband der Kinder- und JugendĂ€rzte, die Deutsche Allianz NichtĂŒbertragbare Krankheiten, das Deutsche Kinderhilfswerk und die Organisation Foodwatch.

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