Bundesliga, FC St. Pauli

Torwartfehler im Krisengipfel: St. Pauli besiegt Werder

22.02.2026 - 19:26:05 | dpa.de

Beim Abstiegskampf-Duell zwischen St. Pauli und Werder steht viel auf dem Spiel. Die Bremer haben zunÀchst mehr von der Partie. Dann leitet ein Torwartfehler die schwerwiegende Werder-Pleite ein.

  • Hauke Wahl (2.v.l) trifft zum 1:0 fĂŒr den FC St. Pauli. - Foto: Marcus Brandt/dpa
    Hauke Wahl (2.v.l) trifft zum 1:0 fĂŒr den FC St. Pauli. - Foto: Marcus Brandt/dpa
  • St. Paulis Eric Smith (r) kommt gegen den Bremer Samuel Mbangula zu spĂ€t. - Foto: Marcus Brandt/dpa
    St. Paulis Eric Smith (r) kommt gegen den Bremer Samuel Mbangula zu spÀt. - Foto: Marcus Brandt/dpa
  • St. Paulis KapitĂ€n Jackson Irvine beim Kopfball. - Foto: Marcus Brandt/dpa
    St. Paulis KapitÀn Jackson Irvine beim Kopfball. - Foto: Marcus Brandt/dpa
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Der FC St. Pauli hat den norddeutschen Krisengipfel auch dank eines schwerwiegenden Torwartfehlers fĂŒr sich entschieden und die Misere von Werder Bremen weiter verschĂ€rft. In einem erst im zweiten Durchgang unterhaltsamen Kellerduell siegte der Hamburger Fußball-Bundesligist mit 2:1 (0:0) und verdrĂ€ngte den Tabellennachbarn auf den vorletzten Rang. 

Im dritten Spiel unter der Regie von Werder-Coach Daniel Thioune kassierten die Bremer die dritte Pleite und blieben auch im 13. Ligaspiel nacheinander ohne Sieg.

Hauke Wahl (55. Minute), der von einem katastrophalen Fehler von Werders TorhĂŒter Mio Backhaus profitierte, und Joel Chima Fujita (70.) erzielten vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion die Treffer fĂŒr das Heimteam. Jovan Milosevic (62.) hatte zwischendurch fĂŒr den verdienten Ausgleich gesorgt. Die Bremer waren im ersten Durchgang das bessere Team. 

Werder mit kurzfristigem Ausfall

Der Start unter Neu-Coach Thioune verlief gar nicht nach dem Geschmack der Bremer Fans. In zwei Partien unterlagen die GrĂŒn-Weißen dem SC Freiburg und Bayern MĂŒnchen. Im dritten Spiel drohte außerdem ein Negativ-Einstand: Es gab nie zuvor einen Trainer der Bremer, der in seinen ersten drei Ligapartien kein Tor bejubeln durfte. Immerhin ersparte ihm Milosevic diesen Eintrag in der Clubhistorie.

Thioune musste in der ohnehin geschwĂ€chten Defensive kurz vor der Partie den Ausfall von Außenverteidiger Felix Agu hinnehmen. In der Abwehr fehlten den Bremern ohnehin schon die Innenverteidiger Amos Pieper und Karim Coulibaly. Der Kiez-Club hingegen freute sich ĂŒber die RĂŒckkehr der zuvor kurzzeitig verletzten LeistungstrĂ€ger Hauke Wahl und Eric Smith in der Startelf.

Beide Teams legten beherzt los. Die GĂ€ste besaßen mehr den Ball, doch gute TorannĂ€herungen von Marco GrĂŒll (2./23.) verteidigte die Defensive des Kiez-Clubs jeweils. Doch die Bremer wurden gefĂ€hrlicher: Nach einer Flanke von Cameron Puertas scheiterte erst Niklas Stark an Torwart Nikola Vasilj, der auffĂ€llige Jens Stage setzte den Nachschuss neben das Tor. Die Hamburger dagegen blieben in der Offensive viel zu harmlos.

Torwartfehler schockt Werder

In der zweiten Halbzeit machte Werder weiter das Spiel. Samuel Mbangula prĂŒfte mit seinem Schuss Vasilj, der den Ball zur Seite abwehrte. Ein katastrophaler Fehler von Werder-Torwart Backhaus half den Hamburgern: Der Schlussmann konnte einen eher harmlosen Kopfball aus elf Metern von Wahl nicht festhalten, und der Ball glitt ins Tor.

Auf der Gegenseite sah dann Vasilj im Tor etwas unglĂŒcklich aus, als er ausrutschte und den Ball nicht richtig abwehren konnte. Vom folgenden Wirrwarr im Strafraum des Heimteams profitierte der eingewechselte Winter-Neuzugang Milosevic und erzielte den verdienten Ausgleich.

Die Hamburger blieben aber dran und gingen dank eines Schusses von Fujita im Strafraum wieder in FĂŒhrung. Diesmal fand Werder keine Antwort mehr.

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