Störung, ARD-Sommerinterview

Störung am Rande von ARD-Sommerinterview mit Söder

24.08.2025 - 16:55:05

Beim ARD-GesprÀch mit AfD-Chefin Weidel im Regierungsviertel kam es zu lautstarken Protesten. Bei einem weiteren Sommerinterview versuchen nun wieder Demonstranten zu stören.

Am Rande eines ARD-«Sommerinterviews» im Berliner Regierungsviertel ist es erneut zu einem Polizeieinsatz gekommen. 20 bis 30 Menschen hÀtten versucht, beim GesprÀch mit dem CSU-Parteichef Markus Söder auf der FreiflÀche eines BundestagsgebÀudes zu demonstrieren, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Die Demonstranten seien «eindeutig der rechtsgerichteten Szene» zuzuordnen gewesen. 

Nach seinen Angaben war das Interview zu dem Zeitpunkt jedoch beendet. Auch von der ARD hieß es: «Das Sommerinterview mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder wurde störungsfrei aufgezeichnet.»

Vorausgegangen war ein Vorfall am 20. Juli beim live im Internet ĂŒbertragenen Interview mit der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel. Damals gab es eine laute Protestaktion, die in der Übertragung stark zu hören war.

Polizei bereits vor Ort 

Nach Angaben des Polizeisprechers ereignete sich der neue Vorfall gegen 12.35 Uhr. Die Demonstranten hĂ€tten auch Flyer geworfen. Polizisten hĂ€tten schnell einschreiten können, weil eine Einsatzhundertschaft vor Ort gewesen sei. FĂŒnf Störer seien vorĂŒbergehend festgenommen worden. Die anderen Personen seien geflohen. Die rechtsextreme IdentitĂ€re Bewegung schrieb sich die Aktion zu und verbreitete ein Video auf der Onlineplattform X. 

Lautstarker Protest bei Weidel-Interview

Das «Sommerinterview» wird traditionell auf der Terrasse des Marie-Elisabeth-LĂŒders-Haus des Bundestags aufgezeichnet. Hinter der Aktion beim Weidel-Interview standen nach eigenen Angaben Politkunst-Aktivisten des Zentrums fĂŒr Politische Schönheit. Die Polizei beendete damals die nicht angemeldete Aktion.

Die ARD hat danach nach eigenen Angaben ihre Sicherheitsvorkehrungen verschĂ€rft. Zudem gebe einen engen Austausch mit den zustĂ€ndigen Sicherheitsbehörden, und es seien technische sowie redaktionelle Vorkehrungen getroffen worden, um ein störungsfreies Interview fĂŒhren zu können, hieß es damals vom Sender.

@ dpa.de