Kinderschutz muss immer an erster Stelle stehen / Nationaler Kinderschutzgipfel von SOS-Kinderdorf und Bundesarbeitsgemeinschaft Allgemeine Soziale Dienste
09.04.2024 - 17:00:00 | presseportal.de
"Bis 2025 werden 24.500 FachkrÀfte in den Hilfen zur Erziehung fehlen. Wir sehen einen erheblichen FachkrÀftemangel in der gesamten Jugendhilfe. Gleichzeitig nehmen die Zahlen von KindeswohlgefÀhrdungen weiter zu", warnte Schutter. "Wir laufen sehenden Auges auf eine Kinderschutzkrise zu", so die SOS-Vorsitzende, die gemeinsam mit Kerstin Kubisch-Piesk, Vorsitzende der BAG ASD, zum Nationalen Kinderschutzgipfel nach Berlin eingeladen hatte.
Auch SOS-Kinderdorf spĂŒre als TrĂ€ger der Kinder- und Jugendhilfe den FachkrĂ€ftemangel, sagte Schutter: "Ein stationĂ€rer Platz bleibt bei uns selten lange unbesetzt. Unsere Einrichtungen erhalten tĂ€glich Anfragen nach freien PlĂ€tzen, insbesondere und zunehmend fĂŒr junge Kinder oder mehrfach belastete Kinder." An die teilnehmenden Politiker*innen gerichtet, mahnte die Expertin: "Kinderschutz ist ein QualitĂ€tskriterium und QualitĂ€t kostet Geld. Damit das Aufwachsen belasteter Kinder gelingt, benötigen wir eine gut ausgestattete Kinder- und Jugendhilfe. Diese FachkrĂ€fte, die sich um benachteiligte, vernachlĂ€ssigte und alleingelassene junge Menschen kĂŒmmern, mĂŒssen in unserer Gesellschaft mehr wert sein - nicht nur, weil sie auf individuellem Level helfen, sondern auch, weil sie lĂ€ngerfristig zum Wohlstand und zur Sicherheit unserer Gesellschaft beitragen."
Kerstin Kubisch-Piesk, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Allgemeine Soziale Dienste, erinnerte an den klaren gesetzlichen Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe, die Entwicklung eines jeden Kindes zu fördern und junge Menschen vor Gefahren des Kindeswohls zu schĂŒtzen. Sie warnte eindringlich davor, dass die FachkrĂ€fte der Jugendhilfe diesen gesetzlichen Auftrag zum Kinderschutz angesichts der angespannten Personalausstattung nicht mehr erfĂŒllen könnten, und forderte die Politik auf, ein "weiteres Systemversagen" mit aller Kraft zu verhindern. Ăber die mangelnde Resonanz der Politik auf mehrfache Hilferufe und Brandbriefe aus der Kinder- und Jugendhilfe und den JugendĂ€mtern zeigte sie sich empört.
Zur Verbesserung der Situation mahnte sie an: "Wir benötigen mehr Zeit, eine Personalbemessung und ausreichende Mittel fĂŒr regelmĂ€Ăige Supervisionen und Weiter- und Fortbildungen, um gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Eltern, ihre Rechte zu stĂ€rken, zu schĂŒtzen und damit auch ihr Wohl zu sichern."
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SOS-Kinderdorf e.V.
Gregor Staltmaier
Pressesprecher
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