SoVD, Gleichstellungsmonat

SoVD zum Gleichstellungsmonat MĂ€rz: Frauenrechte sind Menschenrechte

27.02.2025 - 13:51:51

Berlin - Besonders zum Equal Care Day, dem Equal Pay Day und dem Internationalen Frauentag erinnert der SoVD daran, dass das gesellschaftliche Ziel der Gleichstellung der Geschlechter auch 2025 noch lange nicht erreicht ist.

Den Auftakt bildet am 1. MĂ€rz der Equal Care Day. "Genug der ungerechten Lastenverteilung - Sorgearbeit muss endlich gerecht geteilt werden", fordert Jutta König, Bundesfrauensprecherin des SoVD. Noch immer leisten Frauen in Deutschland tĂ€glich 1 Stunde und 19 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als MĂ€nner. Das entspricht einem zusĂ€tzlichen Vollzeitarbeitstag pro Woche. "Diese massive SorgelĂŒcke verstĂ€rkt die LohnlĂŒcke und treibt Frauen in finanzielle AbhĂ€ngigkeit und Altersarmut", kritisiert König. Der SoVD fordert daher eine Entgeltersatzleistung fĂŒr pflegende Angehörige, staatliche ZuschĂŒsse fĂŒr haushaltsnahe Dienstleistungen und eine zweiwöchige bezahlte Vaterschaftsfreistellung rund um die Geburt. Die SoVD-Bundesfrauensprecherin gibt sich kĂ€mpferisch: "Es ist höchste Zeit, dass Politik und Gesellschaft Verantwortung ĂŒbernehmen und auch Care-Arbeit als das anerkennen, was sie ist: systemrelevant."

Am 7. MĂ€rz folgt der Equal Pay Day. "16 Prozent weniger Lohn sind 16 Prozent zu viel", stellt die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier klar. Der Tag erinnert daran, dass Frauen in Deutschland rechnerisch 66 Tage umsonst arbeiten. "Wir haben Fortschritte erzielt, aber das reicht nicht. Trotz gesetzlicher Regelungen bleibt die LohnlĂŒcke bestehen. Selbst unter vergleichbaren Bedingungen erhalten Frauen immer noch sechs Prozent weniger Gehalt als MĂ€nner. Frauen verdienen endlich gleichen Lohn fĂŒr gleiche und gleichwertige Arbeit", so die Vorstandsvorsitzende. Mit den Forderungen zur BekĂ€mpfung des Gender Pay Gap wird sich am 7. MĂ€rz auch eine Sondersendung des Polit-Talkformates SoVD.TV beschĂ€ftigen.

Der 8. MĂ€rz ist der Internationale Frauentag. "Die Gleichstellung der Geschlechter ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht - und doch sind wir weit davon entfernt. Frauen verdienen immer noch weniger als MĂ€nner, ĂŒbernehmen den Großteil der Sorgearbeit und sind in FĂŒhrungspositionen unterreprĂ€sentiert. Es kann nicht sein, dass Frauen am Ende ihres Erwerbslebens in Altersarmut landen", so Jutta König. Ob Gewalt gegen Frauen, ungleiche Karrierechancen oder unbezahlte Hausarbeit - die Liste der MissstĂ€nde ist lang. "Wir brauchen endlich gleiche Löhne, bessere Renten und eine faire Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit. Die Politik muss endlich aktiv werden, Lippenbekenntnisse reichen nicht mehr", warnt Jutta König. Der SoVD fordert entschlossene Maßnahmen, um Geschlechtergerechtigkeit in allen Lebensbereichen zu erreichen, denn Frauenrechte sind Menschenrechte.

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