2025: Apothekenzahl sinkt auf 16.601 BetriebsstÀtten
13.01.2026 - 11:54:10"Die Zahl der Apotheken sinkt immer weiter. Das heiĂt, dass immer mehr Menschen immer weitere Wege bis zur nĂ€chsten Apotheke zurĂŒcklegen mĂŒssen", sagt ABDA-PrĂ€sident Thomas Preis: "Gerade bei auĂerordentlichen Wetterlagen wie in diesen Tagen kann das fĂŒr Ă€ltere oder immobile Patientinnen und Patienten sehr beschwerlich sein. Die Botendienste der Apotheken sind in solchen Situationen eine zentrale SĂ€ule in der Versorgung dieser Menschen. Sie können aber das Dienstleistungssortiment eines persönlichen Apothekenbesuchs nur teilweise ersetzen. Selbst wenn sich das Apothekensterben im vergangenen Jahr leicht abgeschwĂ€cht hat, sind auch 2025 wieder rund 500 Betriebe unwiederbringlich aus der Versorgung verschwunden. Das ist eine gefĂ€hrliche Entwicklung, denn die Resilienz unserer Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung wird mit jeder ApothekenschlieĂung weiter geschwĂ€cht. Die Versorgung durch ausreichend viele Apotheken gehört zur Daseinsvorsorge der Menschen in unserem Land."
Preis weiter: "Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Seit der letzten Erhöhung des Festhonorars im Jahr 2013 sind die Kosten in den Apotheken um 65 Prozent gestiegen. Dass genau in diesem Zeitraum das Apothekensterben immer dramatischere Dimensionen erreicht, ist daher nicht verwunderlich. FĂŒr immer mehr Apotheken ist ein wirtschaftlicher GeschĂ€ftsbetrieb nicht mehr darstellbar." Im Koalitionsvertrag von Union und SPD aus dem Mai 2025 ist eine Erhöhung des Apothekenhonorars auf 9,50 Euro festgeschrieben. Der ABDA-PrĂ€sident dazu: "Vor dem Hintergrund weiter anhaltender ApothekenschlieĂungen ist es vollkommen unverstĂ€ndlich, dass die Bundesregierung die Erhöhung des Fixhonorars im laufenden Vorhaben der Apothekenreform gĂ€nzlich ausklammert."
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