ABDA-PrĂ€sidentin, UnterstĂŒtzung

ABDA-PrĂ€sidentin: Politik muss UnterstĂŒtzung aus Protestmonat in die Tat umsetzen

06.12.2023 - 13:17:05

Berlin - Die Apothekerschaft blickt auf einen Ă€ußerst erfolgreichen Protestmonat November mit ganztĂ€gigen Apothekenschließungen und zentralen Massenkundgebungen zurĂŒck. Bei der heutigen ABDA-Mitgliederversammlung erklĂ€rte Gabriele Regina Overwiening, PrĂ€sidentin der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher ApothekerverbĂ€nde, dass die Apothekenteams mit ihren Protesten sowohl eine ĂŒberwĂ€ltigend positive Medienresonanz als auch wichtige politische Aussagen erwirkt hĂ€tten. Overwiening bedankte sich zunĂ€chst bei den Apothekenteams fĂŒr ihren Einsatz im November: "Sie haben einige der grĂ¶ĂŸten PlĂ€tze dieses Landes gefĂŒllt! Unser Slogan 'Apotheken stĂ€rken - jetzt!' hallte durch die Straßen. Das sind Impressionen, die uns allen hoffentlich noch lange erhalten bleiben. Damit haben wir zum wiederholten Male innerhalb weniger Monate ein eindrucksvolles Signal in Richtung Politik gesendet: Hört uns endlich zu!". Als Erfolge des Protestmonats bezeichnete die ABDA-PrĂ€sidentin beispielsweise die kĂŒrzlich erfolgten Debatten im Bundestag und in den Landtagen von Schleswig-Holstein und Baden-WĂŒrttemberg, bei denen es unter anderem um eine wirtschaftliche StĂ€rkung der Apotheken vor Ort ging.

Mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate kĂŒndigte die ABDA-PrĂ€sidentin an, dass die Apothekerschaft ihr Engagement fĂŒr eine zukunftsfeste Arzneimittelversorgung mit zahlreichen politischen GesprĂ€chen im Bundestag, mit der Bundesregierung, auf LĂ€nderebene und in den Wahlkreisen der Abgeordneten fortsetzen werde. Dabei werden nicht nur die zehn grundlegenden Forderungen der Apothekenteams von EntbĂŒrokratisierung ĂŒber Honorarerhöhung bis zu intensivierter interprofessioneller Zusammenarbeit vehement vertreten, sondern auch die "Scheinapotheken"-PlĂ€ne des Bundesgesundheitsministeriums werden klar und deutlich als Gefahr fĂŒr die patientennahe sichere Arzneimittelversorgung zurĂŒckgewiesen.

Overwiening erklĂ€rte dazu: "Wir sind auf dem absolut richtigen Kurs. Es ist fĂŒr die zu versorgenden Menschen ganz besonders wichtig, dass wir fĂŒr den Erhalt und die StĂ€rkung der Apotheken vor Ort kĂ€mpfen. Wir kĂ€mpfen auch fĂŒr unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - wie auch fĂŒr unseren apothekerlichen Nachwuchs. Dazu mĂŒssen wir den politischen RĂŒckenwind des Protestmonats in den kommenden Wochen und Monaten nutzen. Von besonderer Bedeutung werden dabei intensive EinzelgesprĂ€che mit Politikerinnen und Politikern sein. Über das Wahlkreisbotschafter-Netzwerk werden wir auch mit möglichst vielen Politikerinnen und Politiker in den Wahlkreisen persönliche GesprĂ€che fĂŒhren.". DarĂŒber hinaus werden in den Apotheken im Jahr 2024 das E-Rezept und die Pharmazeutischen Dienstleistungen sowohl große Herausforderungen als auch große Chancen sein, so Overwiening.

Mit diesem Fazit aus 2023 und Ausblick fĂŒr 2024 holte sich die ABDA-PrĂ€sidentin die ĂŒberwĂ€ltigende UnterstĂŒtzung der Delegierten der 34 Kammern und VerbĂ€nde ab. Im November hatten die meisten der knapp 18.000 Apotheken mindestens einen Tag komplett geschlossen, wĂ€hrend rund 20.000 Teilnehmende auf Kundgebungen in Hannover, Dortmund, Stuttgart und Dresden sowie auch in Schwerin und Erfurt lautstark ihren Unmut ĂŒber die aktuelle Gesundheitspolitik der Bundesregierung ausdrĂŒckten.

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