ROUNDUP, Versorgung

Versorgung mit wichtiger Kinderarznei gesichert

26.02.2024 - 18:20:40 | dpa.de

BERLIN - Die zuletzt teils kritische Versorgungslage bei Medikamenten fĂŒr Kinder hat sich nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums wieder entspannt.

(neu: mehr Details und Hintergrund)

BERLIN (dpa-AFX) - Die zuletzt teils kritische Versorgungslage bei Medikamenten fĂŒr Kinder hat sich nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums wieder entspannt. "Die Einkaufs- und Abverkaufszahlen in den Apotheken haben sich ausbalanciert", sagte eine Sprecherin am Montag in Berlin. Die Versorgung mit Kinderarzneimitteln einer "Dringlichkeitsliste" habe sich positiv entwickelt und sei gesichert. Hintergrund sei unter anderem eine genauere Beobachtung der Marktlage bei Industrie und Großhandel. Nur bei EinzelfĂ€llen von Wirkstoffen gebe es noch EngpĂ€sse.

FĂŒr die ErkĂ€ltungssaison hatte das Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte im September eine "Dringlichkeitsliste" mit gut 30 PrĂ€paraten veröffentlicht, die mit höchster PrioritĂ€t beschafft werden sollten - unter anderem mehrere Antibiotika, Nasentropfen, fiebersenkende und schmerzlindernde SĂ€fte und ZĂ€pfchen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte bei einem Treffen mit Vertretern von Apotheken, Ärzten und Herstellern deutlich gemacht, dass die Produktion etwa von Schmerzmitteln, FiebersĂ€ften und Antibiotika im Vergleich zum Winter 2022 deutlich gesteigert wurde.

Noch EngpĂ€sse bestehen nach Ministeriumsangaben bei den Antibiotika Azithromycin und Clarithromycin. Die Versorgung werde sich aber durch anstehende Industriebelieferungen weiter verbessern. Durch ein engmaschiges Monitoring und die Nachsteuerung von Produktion und Beschaffung habe die Versorgung mit dem Asthma-PrĂ€parat Salbutamol sichergestellt werden können. Hervorzuheben sei eine gute VerfĂŒgbarkeit unter anderem der Antibiotika Cefixim und Amoxicillin/ClavulansĂ€ure.

Auch bei den Erwachsenen-Arzneimitteln sei die Versorgungslage aktuell stabil, erklÀrte das Ministerium. EngpÀsse bei einzelnen Wirkstoffen gebe es, sie seien aufgrund der komplexen Produktion mit langen Vorlaufzeiten auch nicht immer vermeidbar.

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