Studie: Steueranreize fĂŒrs Bauen schaffen Milliardeninvestitionen
Veröffentlicht am: 02.03.2026 um 15:32 Uhr | presseportal.deVor dem Hintergrund der nach wie vor zu geringen BautĂ€tigkeit, gestiegener Baukosten und -zinsen und einer angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt, hat Prognos konkrete steuerliche Förderinstrumente untersucht, die sich bereits im Koalitionsvertrag und in ParteibeschlĂŒssen finden. Berechnet wurden die fiskalischen Effekte, der zusĂ€tzlicher Wohnraum und Eigentum, ausgelöste Investitionen und Arbeitsmarkteffekte. Die untersuchten steuerlichen Anreize im Einzelnen:
Die Ergebnisse zeigen: Alle drei MaĂnahmen setzen spĂŒrbare Investitionsimpulse - bei zugleich beachtlichen RĂŒckflĂŒssen an den Staat. Je nach Ausgestaltung lösen die Instrumente jĂ€hrlich zusĂ€tzliche Investitionen zwischen rund 6 und 40 Milliarden Euro aus. Damit verbunden sind Produktionsimpulse von bis zu 76 Milliarden Euro pro Jahr sowie die Sicherung beziehungsweise Schaffung von bis zu 324.000 VollzeitĂ€quivalenten jĂ€hrlich.
Auch wohnungspolitisch sind die Effekte substanziell: Bis zu 240.000 zusÀtzliche Wohneinheiten können geschaffen werden, bis zu 720.000 Haushalte erhalten zusÀtzlich Zugang zu Wohneigentum.
Gerade Familien profitieren von den vorgeschlagenen Modellen durch gezielte Kinderboni und gestaffelte Förderobergrenzen.
Die fiskalischen Effekte zeigen deutliche RĂŒckflĂŒsse an den Staat: Zwar entstehen durch die steuerlichen Anreize zunĂ€chst Steuermindereinnahmen. Gleichzeitig generieren die angestoĂenen Investitionen erhebliche zusĂ€tzliche Einnahmen aus Einkommensteuer, Mehrwertsteuer und Unternehmensbesteuerung sowie Minderausgaben in der Sozialversicherung. Praktisch kostenneutral ist die SteuerermĂ€Ăigung in Höhe von 7,5% der Kosten fĂŒr Neubau- oder Bestandserwerb: Bei ausreichender Inanspruchnahme kostet sie ĂŒber die Laufzeit 72,6 Milliarden Euro bei Einnahmen von 71,8 Milliarden Euro. In den Jahren 2027 bis 2030 verzeichnen die öffentlichen Haushalte sogar ein Plus von 35 Milliarden Euro. Besonders effizient zeigt sich die dritte untersuchte MaĂnahmen, der Sonderausgabenabzug in Höhe von 5% der Baukosten ĂŒber 4 Jahre: Ăber die komplette Laufzeit stehen staatlichen Kosten von 8 Milliarden Euro staatliche Einnahmen in Höhe von 14 Milliarden Euro gegenĂŒber. Bis 2030 schlĂ€gt ein Plus von 9 Milliarden Euro zu Buche.
Die Studie betont zugleich: Entscheidend fĂŒr den Erfolg steuerlicher Förderinstrumente sind verlĂ€ssliche, langfristige Rahmenbedingungen. Förderprogramme sollten haushaltspolitisch abgesichert, konsistent ausgestaltet und eng mit regulatorischen Entwicklungen - etwa im GebĂ€udeenergiegesetz oder im Rahmen der EU-GebĂ€uderichtlinie - verzahnt werden.
Zur Studie: Hintergrund | ReprĂ€sentanz Transparente GebĂ€udehĂŒlle
Die ReprĂ€sentanz Transparente GebĂ€udehĂŒlle ist das gemeinsame HauptstadtbĂŒro des Bundesverbands Flachglas, der Industrievereinigung Rollladen-Sonnenschutz-Automation und des Verbands Fenster + Fassade zusammen mit den Unternehmen Hunter Douglas, Roma, Somfy, Velux, Veka und Warema sowie den Kooperationspartnern Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz und EPPA Deutschland. Sie ist Impulsgeber und Dialogpartner fĂŒr alle Politikakteure und Stakeholder, die die bau- und energiepolitischen Rahmenbedingungen gestalten.
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