Berliner Abend: Enge Zusammenarbeit und positive Signale / Zukunftsthemen bei Parlamentarischem Abend des Deutschen Feuerwehrverbandes
12.09.2024 - 13:13:44DFV-PrĂ€sident Banse betonte die Bedeutung der GesprĂ€che ĂŒber Inhalte und Anforderungen des Operationsplans Deutschland. Er schloss sich der Forderung der Innenminister an, wonach zehn Milliarden Euro fĂŒr die innere Sicherheit zur VerfĂŒgung gestellt werden mĂŒssten: "Dies wird allein benötigt, um die derzeitigen Aufgaben zu erfĂŒllen. Ich hĂ€tte mir ein starkes Signal im Haushalt 2025 gewĂŒnscht, um mehr als den Status Quo zu erhalten."
Hinzu mĂŒsse die gesteigerte Resilienz der Bevölkerung kommen: "Wir alle sind uns darĂŒber im Klaren, dass die Einstellung, dass die Feuerwehr immer und ĂŒberall zur Hilfe kommt, nicht in jeder Lage funktionieren wird. Menschen mĂŒssen sich auch selbst helfen können", erklĂ€rte der DFV-PrĂ€sident. Hier schloss sich der Berliner Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen in seinem GruĂwort an: "Wir mĂŒssen den Menschen klarmachen, dass sie auch wieder selbst Verantwortung ĂŒbernehmen mĂŒssen - weg von der Vollkasko-MentalitĂ€t!"
Im Rahmen des Berliner Abends der deutschen Feuerwehren eröffnete DFV-PrĂ€sident Karl-Heinz Banse die 2. Umfrage zum Thema Gewalt gegen EinsatzkrĂ€fte, die der Deutsche Feuerwehrverband und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung gemeinsam durchfĂŒhren ( https://www.feuerwehrverband.de/2-bundesweite-umfrage-zu-gewalt-gegen-feuerwehr-einsatzkraefte-gestartet/). Hier können sich nun alle EinsatzkrĂ€fte der Freiwilligen Feuerwehren, Berufs- und Werkfeuerwehren beteiligen. "Machen Sie mit und helfen Sie uns, eine Datengrundlage zu schaffen, die wir in die Politik und die entscheidenden Stellen bringen können", rief Banse auf.
Banse: Feuerwehren mĂŒssen auf EU-Ebene mit einer Stimme sprechen
"Wir haben 50 Jahre lang darĂŒber geredet; jetzt sind wir so weit!", berichtete Banse unter Beifall von der Planung zur GrĂŒndung eines EuropĂ€ischen Verbandes der Feuerwehren der EU-MitgliedslĂ€nder: "Feuerwehren mĂŒssen mit einer Stimme sprechen, um gehört zu werden." Im November findet in BrĂŒssel unter deutsch-französischer Leitung der 2. EuropĂ€ische Feuerwehrgipfel statt, zu dem auch EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen ihre Teilnahme zugesagt hat.
Banse bat in seiner Rede die Bundestagsabgeordneten um UnterstĂŒtzung fĂŒr UnterstĂŒtzung fĂŒr die PlĂ€ne fĂŒr ein gemeinsames Museum von Feuerwehr und THW in Fulda und die FortfĂŒhrung des Projekts "Zusammenhalt durch Teilhabe". "FĂŒr beide Vorhaben haben uns positive Signale erreicht", so der DFV-PrĂ€sident.
Faeser: UnterstĂŒtzung fĂŒr Internationale Feuerwehr-Wettbewerbe 2026 in Berlin
AbschlieĂend warb Banse fĂŒr die Internationalen Feuerwehr-Wettbewerbe 2026 in Berlin: "Feuerwehrleute aus der ganzen Welt messen sich hier im sportlichen Wettkampf. Das wird toll - gerne auch mit Ihrer Hilfe!" Bundesinnenministerin Nancy Faeser sagte in ihrer Rede hier direkt ihre UnterstĂŒtzung zu: "Hier kommen mehr als 3.500 Feuerwehrangehörige aus der ganzen Welt zusammen. Ich bin sicher, dass wir bei Löschangriff, Hindernislauf und Hakenleitersteigen hier in Berlin sehen werden, wie fit diese im Einsatz und bei schwierigen Lagen sind. Deswegen werden wir hier unterstĂŒtzen!"
Bundesinnenministerin Nancy Faeser unterstĂŒtzte auch die Forderungen des Deutschen Feuerwehrverbandes: "Ich wĂ€re bei einem Sondervermögen sofort dabei, denn die geopolitische Lage betrifft auch den Zivilschutz!" Sie betonte die Bedeutung der Feuerwehren: "Wir können immer auf Sie zĂ€hlen, wenn die Lage ernst ist - dies gilt besonders seit der Zeitenwende." Faeser lobte die gute Zusammenarbeit der zivilen mit der militĂ€rischen Seite. "Sie sind es, die vor Ort das RĂŒckgrat des Zivilschutzes bilden. Die ergĂ€nzende Ausstattung des Bundes wĂ€re nutzlos ohne die fĂ€higen HĂ€nde, die sie bedienen", so die Bundesministerin.
Die Bundesinnenministerin zeigte sich begeistert von der Planung des gemeinsamen Museums der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks und berichtete von positiven Signalen fĂŒr eine Förderung. "Wir können der Bevölkerung zeigen, wo das meiner Ansicht nach wertvollste Ehrenamt herkommt und was es leistet!"
Bundesinnenministerin Nancy Faeser wurde im Rahmen des Berliner Abends mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet.
Bodemann: "Feuerwehr und Bundeswehr sind natĂŒrliche Partner"
"Wir stehen gemeinsam und auf Augenhöhe zwischen Katastrophe und Bevölkerung. DafĂŒr, dass viele dies im Ehrenamt tun, haben Sie meinen höchsten Respekt", erklĂ€rte Generalleutnant AndrĂ© Bodemann, Befehlshaber Territoriales FĂŒhrungskommando der Bundeswehr. Mehr als frĂŒher seien Feuerwehr und Bundeswehr gemeinsam im Einsatz, arbeiteten in vielen Krisen eng zusammen. Bodemann berichtete: "Die Sicherheitslage hat sich fundamental verĂ€ndert. Heute, hier und jetzt sind wir hybriden Bedrohungen ausgesetzt. Die Grenzen zwischen Ă€uĂerer und innerer Sicherheit verwischen." Die Gesamtverteidigung könne nur gemeinsam, gesamtstaatlich und gesamtgesellschaftlich funktionieren: "Hier sind Feuerwehr und Bundeswehr natĂŒrliche Partner."
Generalleutnant André Bodemann erhielt aus den HÀnden des PrÀsidenten das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber.
Der 16. Berliner Abend wurde mit freundlicher UnterstĂŒtzung von Mercedes-Benz, T-Mobile und der Berliner Feuerwehr durchgefĂŒhrt. Bilder der Veranstaltung stehen unter https://www.feuerwehrverband.de/presse/bilder/ zur VerfĂŒgung.
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