Berlin: Grüne stimmen für Koalitionsgespräche mit Linke und SPD
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 21:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBerliner Parteien beraten Regierungsbildung
- Die Berliner Grünen stimmten auf einem kleinen Parteitag für Koalitionsverhandlungen mit Linke und SPD.
- Die SPD hatte den Weg für gemeinsame Gespräche bereits zuvor freigemacht.
- Die Linke geht als Wahlsiegerin in die geplanten Verhandlungen über ein Regierungsbündnis.
Berliner Grüne stimmen für Gespräche mit Linke und SPD
Nach der Berliner SPD haben sich auch die Grünen für gemeinsame Koalitionsverhandlungen mit der Wahlsiegerin Linke entschieden. Auf einem kleinen Parteitag stimmte am Abend eine breite Mehrheit dafür.
Grünes Votum folgt auf SPD-Entscheidung
Damit sind die beiden möglichen Koalitionspartner der Linken grundsätzlich bereit, die Sondierungen in formelle Verhandlungen zu überführen. Die Entscheidung fiel in Berlin am Montagabend.
Vorausgegangen war ein Durchbruch bei den Sondierungen von Linke, Grünen und SPD. Die Linke hatte bei der Berliner Wahl den Sieg errungen und führt deshalb die Gespräche über die Bildung einer neuen Landesregierung.
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Koalitionsverhandlungen müssen Inhalte klären
Mit dem Beschluss beginnt noch keine gemeinsame Regierungsarbeit. In den Verhandlungen müssen die Parteien politische Schwerpunkte, Zuständigkeiten und die Umsetzung des Sondierungsergebnisses festlegen.
Die Zustimmung der Grünen ist zudem ein innerparteiliches Signal für Gespräche mit der Linken. Auch in der SPD gab es Widerstand gegen ein solches Bündnis, weshalb die Verhandlungen von weiteren Debatten begleitet werden dürften.
Neue Landesregierung ist noch nicht gebildet
Bis zu einem Koalitionsvertrag sind weitere Schritte nötig. Die Parteien müssen sich auf ein gemeinsames Programm verständigen und dieses anschließend innerhalb ihrer Organisationen bestätigen lassen.
Für Berlin hängt die Regierungsbildung damit davon ab, ob Linke, Grüne und SPD ihre unterschiedlichen politischen Positionen in verbindliche Vereinbarungen überführen können.
Die Entscheidung der Berliner Grünen folgt auf einen Durchbruch bei den Sondierungen von Linken, Grünen und SPD. Damit haben sich nach der SPD nun auch die Grünen grundsätzlich dafür ausgesprochen, die Gespräche über ein gemeinsames Regierungsbündnis zu vertiefen.
Für die Linke ist das Votum politisch bedeutsam, weil sie als Wahlsiegerin den Anspruch auf die Führung der künftigen Landesregierung erhebt. Zugleich setzt der Beschluss den Rahmen für die nächste Phase: In Koalitionsverhandlungen müssten die drei Parteien strittige Sachfragen klären und ein gemeinsames Regierungsprogramm vereinbaren.
Entscheidende Verhandlungen stehen bevor
Die Zustimmung der Grünen bedeutet noch keine abgeschlossene Koalition. Bis zu einem Koalitionsvertrag bleiben Fragen zu politischen Prioritäten, Zuständigkeiten und finanziellen Spielräumen offen. In der SPD hatte es bereits Kritik an einem Bündnis mit der Linken gegeben; auch innerhalb der Grünen war die Zusammenarbeit nicht unumstritten.
Für die Berlinerinnen und Berliner dürfte entscheidend sein, ob die Parteien aus dem Sondierungsergebnis konkrete Vorhaben ableiten können. Erst ein ausgehandelter Vertrag und dessen Zustimmung durch die beteiligten Parteien würden den Weg zu einer neuen Landesregierung freimachen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Der Beitrag ordne die Entscheidungen von Grünen und SPD in die Berliner Regierungsbildung ein und verweise zugleich auf Kritik aus der SPD-Fraktion. Damit bestätige er den nächsten Verhandlungsschritt, setze aber einen zusätzlichen Schwerpunkt auf innerparteiliche Vorbehalte.
tagesschau: „Linke, Grüne und SPD verkünden Durchbruch bei ...“ (17.10.2026)
Der Beitrag beschreibe den zuvor verkündeten Durchbruch bei den Sondierungen und den geplanten Parteitagsbeschluss der Grünen. Im Unterschied zur aktuellen Entscheidung habe er den Schwerpunkt auf die Vereinbarung vor Beginn der Koalitionsverhandlungen gelegt.
Beide Beiträge ordnen die Zustimmung als nächsten Schritt nach erfolgreichen Sondierungen ein. Offen bleibt, ob die Parteien die angekündigten Verhandlungen in einen tragfähigen Koalitionsvertrag überführen können.
