Resolution, Bundesapothekerkammer

Resolution: Bundesapothekerkammer warnt vor Cannabis-Bezug ĂŒber Online-Plattformen

10.06.2025 - 14:55:01

Berlin - In einer Resolution wendet sich die Bundesapothekerkammer (BAK) gegen den missbrĂ€uchlichen Bezug verschreibungspflichtiger Arzneimittel ĂŒber Online-Plattformen. Mithilfe standardisierter Fragebögen werden dort ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt immer wieder Rezepte fĂŒr Medizinalcannabis und andere beratungsbedĂŒrftige Arzneimittel ausgestellt. "Die Versorgung der Menschen mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln wie Medizinalcannabis darf nicht den kommerziellen Interessen von digitalen Handelsplattformen unterworfen werden", sagt BAK-PrĂ€sident Dr. Armin Hoffmann.

Die Resolution wurde kĂŒrzlich von den 17 PrĂ€sidentinnen und PrĂ€sidenten der Landesapothekerkammern beschlossen. Demnach sei es bedenklich, dass Plattformen immer hĂ€ufiger nicht nur der Vermittlung von Bestellungen, sondern auch der "Beschaffung" von Verschreibungen dienten. Wörtlich wird erklĂ€rt: "Dabei erfolgt die Ausstellung von Verschreibungen in der Regel ohne persönliche Arzt-Patienten-Kontakte, hĂ€ufig nur auf Basis standardisierter Online-Fragebögen, mit minimaler diagnostischer Tiefe. Die Ă€rztliche Entscheidung einer Arzneimitteltherapie mutiert zu einem reinen Bestellvorgang durch den Nutzer oder die Nutzerin. Diese Entwicklung unterlĂ€uft den Sinn und Zweck der Verschreibungspflicht und gefĂ€hrdet das Bewusstsein fĂŒr die Notwendigkeit der medizinischen Indikationsstellung."

Daraus leitet die BAK die folgende Forderung ab: "Die Bundesapothekerkammer appelliert an Politik und Aufsichtsbehörden, die Gesundheit der Patientinnen und Patienten durch die konsequente StĂ€rkung patientenorientierter, heilberuflicher Strukturen zu sichern." BAK-PrĂ€sident Hoffmann nimmt auch Bezug auf die Gesundheitsministerkonferenz (GMK), die am morgigen Mittwoch in Weimar beginnt: "Wir begrĂŒĂŸen es sehr, dass die Gesundheitsministerinnen und -minister der BundeslĂ€nder die Dringlichkeit dieses Themas verstanden haben und das Ausstellen von Online-Verschreibungen ohne persönliche, Ă€rztliche Erstkonsultation bei ihrem Treffen diskutieren wollen."

Mehr Informationen auf www.abda.de

Pressekontakt:

Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, [email protected]

Christian Splett, Stv. Pressesprecher, 030 40004-137, [email protected]

Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. ApothekerverbĂ€nde ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5c5a62

@ presseportal.de