Praxisfern, bĂŒrokratisch, verfassungswidrig: Neues Waldgesetz gefĂ€hrdet Klimaziele und Erhalt nachhaltiger Bewirtschaftung / WaldverbĂ€nde starten gemeinsame Kampagne gegen Entwurf der Bundesregierung
15.04.2024 - 11:00:12 | presseportal.de
"Gerade mit Blick auf die groĂen Herausforderungen durch den Klimawandel und seine Folgen brauchen wir fĂŒr den Wald pragmatische Lösungen, keinen politischen Regulierungseifer. Statt auf die Fachleute zu vertrauen und die Leistungen der privaten Waldbesitzer anzuerkennen, sollen BĂŒrokratie, Regulierung und Sanktionen ausgeweitet werden. Im Klartext heiĂt das: Mehr Verbote, mehr Vorschriften, weniger Vernunft! Wir wollen den nachhaltig nutzbaren Wald schĂŒtzen und einen Paragraphendschungel verhindern. Deshalb sagen wir: Finger weg vom Bundeswaldgesetz! Niemand braucht ein neues Waldgesetz, am wenigsten der Wald selbst", erklĂ€rt Max von Elverfeldt, Bundesvorsitzender der Familienbetriebe Land & Forst.
UnterstĂŒtzt wird die Kampagne von der AGDW - Die WaldeigentĂŒmer, die rund zwei Millionen Waldbesitzerinnen und -besitzer in Deutschland reprĂ€sentiert. AGDW-PrĂ€sident Prof. Dr. Andreas Bitter unterstreicht: "Ein stabiler Wald ist die Grundlage, um die nachhaltige Holzproduktion sowie weitere unverzichtbare Ăkosystemleistungen zu sichern. Um auf die Herausforderungen durch den Klimawandel und seine Folgen reagieren zu können, braucht es neben der Erfahrung und KreativitĂ€t der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer vor allem Freiraum und FlexibilitĂ€t in der Bewirtschaftung. Das geltende Bundeswaldgesetz hat sich bewĂ€hrt und ist auch in den kommenden Jahren eine gute Grundlage fĂŒr die Waldbewirtschaftung. Wir brauchen Pragmatismus, kein BĂŒrokratiemonster, das den notwendigen, klimaresilienten Waldumbau lĂ€hmt und Misstrauen sĂ€t". Karl-Joachim Baron von Brandenstein, Sprecher der Betriebsleiterkonferenz BLK, ergĂ€nzt: "Politiker denken von Wahl zu Wahl, wir denken von jeher in Generationen. Die WĂ€lder brauchen keine Vorschriften aus den Berliner Amtsstuben, sondern Menschen aus der Praxis, die den Wald kennen und anpacken. Um etwas fĂŒr den Wald tun zu können, braucht es Freiraum, keine bĂŒrokratischen Fesseln."
Kritisch sehen die Interessenvertretungen der Waldbesitzer nicht nur die praxisfernen Vorgaben. So kommt eine Studie zu dem Ergebnis, dass die Ăberlegungen aus dem Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft unter anderem mit Blick auf die BeschrĂ€nkung der Baumartenwahl oder die Begrenzung anderer waldbaulich-betrieblicher Freiheiten verfassungswidrig sind. "Die Bundesregierung ist in jeder Hinsicht auf dem Holzweg. 48 Prozent der deutschen WĂ€lder befinden sich im privaten Besitz. Hinter der Zahl stehen engagierte Menschen, Familien, Betriebe, die leidenschaftlich im Wald arbeiten. Das Gesetz wirkt demotivierend und gĂ€ngelt ausgerechnet diejenigen, die sich um den Wald kĂŒmmern. Es wird den Waldumbau eher verhindern als beschleunigen", sagt Max von Elverfeldt.
Die Kampagne soll der Forstwirtschaft in der Diskussion eine Stimme und Plattform geben. Unter dem Claim "Finger weg vom Bundeswaldgesetz!" werden die Leistungen nachhaltiger Waldbewirtschaftung abgebildet und die Folgen politischer Regulierung mit Claims, Clips und Posts in den Sozialen Netzwerken aufgezeigt. Kampagnen-Videos geben Einblicke in die Arbeit der Betriebe und rufen zum Mitmachen auf. Wer ĂŒber den Wald, die aktuellen Herausforderungen durch den Klimawandel oder bĂŒrokratische Hindernisse sprechen und seine Forderungen an die Politik adressieren möchte, kann ein Handyvideo an info@waldgesetz-stoppen.de schicken oder sich fĂŒr seine digitalen KanĂ€le Material auf der Kampagnen-Webseite herunterladen.
"Finger weg vom Bundeswaldgesetz!" Fotomaterial, Grafiken und Videos zur Kampagne finden Sie zur Ihrer Verwendung unter folgendem Link: www.unser-green-deal.de/waldgesetz-stoppen/
Pressekontakt:
info@waldgesetz-stoppen.de
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