Aufsichtsrat, AOK-Bundesverbandes

Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes: Sozialstaat stÀrken, nicht verÀchtlich machen

30.01.2024 - 13:54:36

Berlin - Vor rund 90 Jahren kamen in Deutschland die Nationalsozialisten an die Macht. Eine unmittelbare Folge war auch die Gleichschaltung der Sozialen Selbstverwaltung - rechtlich und personell. Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende auch der Krankenkassen wurden aus den Ämtern und Arbeitsstellen gedrĂ€ngt und verfolgt, bis hin zu Folter und Ermordung.

In mahnender Erinnerung an die Machtergreifung verurteilen die Vorsitzenden des Aufsichtsrats des AOK-Bundesverbands, Dr. Susanne Wagenmann (Arbeitgeberseite) und Knut Lambertin (Versichertenseite), die aufgedeckten "RemigrationsplĂ€ne" von Rechtsextremisten und erteilen allen Bestrebungen, zentrale Punkte des Grundgesetzes zu schwĂ€chen, eine klare Absage. Sie rufen in einer gemeinsamen ErklĂ€rung dazu auf, die MenschenwĂŒrde zu achten, demokratische Grundregeln zu verteidigen und den sozialen Frieden durch einen fairen, gerechten und sozialen Ausgleich in Deutschland zu schĂŒtzen:

"Das gelingende gesellschaftliche Miteinander lebt von Demokratie, Freiheit, Sozialstaat und Rechtsstaatlichkeit. Diese Grundpfeiler unserer Republik bilden den gesellschaftlichen Grundkonsens und sorgen fĂŒr Wohlstand und sozialen Frieden in unserem Land. Bei aller Auseinandersetzung in Sachfragen und im Detail mĂŒssen sie jederzeit gelten.

Derzeit ist das gesellschaftspolitische Klima aufgeheizt: Politische Kontroversen werden durch abwertende Rhetorik bis hin zur rassistischen Hetze verschÀrft, demokratische Debattenkultur und Aushandlungsprozesse werden verhöhnt.

Die Soziale Selbstverwaltung ist eine wichtige Institution der Demokratie und des Sozialstaats. Unsere Zusammenarbeit dient der praktischen Verwirklichung des sozialen Rechtsstaats und dem Erhalt des sozialen Friedens. In diesem Rahmen treten wir als Sozialpartner im Gesundheitswesen fĂŒr einen respektvollen Umgang, die Achtung verschiedener Meinungen auf dem Boden des Grundgesetzes sowie eine faire Streitkultur ein, die ernsthaft an der Sache und an der Lösung von Problemen interessiert ist. Diskriminierung und Rassismus haben in unserer Gesellschaft nichts zu suchen."

Graphic Novel zur Geschichte:

An die Gleichschaltung der Krankenkassen und die Abschaffung der Selbstverwaltung in der NS-Zeit erinnert auch die Graphic Novel "140 Jahre AOK - Eine Geschichte der Menschen", die zum JubilÀum im vergangenen Jahr erschienen ist: https://www.aok.de/pp/bv/pm/140-jahre-aok/.

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