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Berlin-Wahl: Linke laut ARD/ ZDF-Prognosen deutlich vor CDU

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 18:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl liegt die Linke laut 18.00-Uhr-Prognosen von ARD und ZDF deutlich vor der bisher stärksten Kraft CDU. Die Zahlen deuten auf eine markante Verschiebung im Parteiengefüge der Hauptstadt hin.

Rund 2,5 Millionen Menschen waren in der Hauptstadt zur Wahl für das Abgeordnetenhaus aufgerufen. - Bild: Katharina Kausche/dpa
Rund 2,5 Millionen Menschen waren in der Hauptstadt zur Wahl für das Abgeordnetenhaus aufgerufen. - Bild: Katharina Kausche/dpa

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin liegt die Linke laut Prognosen von ARD und ZDF deutlich vor der CDU.

Linke mit deutlichem Sprung nach vorn

Die Linke mit Spitzenkandidatin Elif Eralp kommt in den 18.00-Uhr-Prognosen auf 24,5 bis 26 Prozent der Stimmen. Damit würde die Partei ihr Ergebnis der Wiederholungswahl 2023, als sie 12,2 Prozent erreichte, mehr als verdoppeln. Die Zahlen basieren auf Nachwahlbefragungen der Meinungsforschungsinstitute im Auftrag der Fernsehsender.

CDU fällt hinter Linke zurück

Die CDU, die bislang mit Kai Wegner den Regierenden Bürgermeister stellt, erreicht mit ihrem Spitzenkandidaten Stefan Evers nach den Prognosen 20,0 Prozent. Bei der Wiederholungswahl 2023 hatte die Partei noch 28,2 Prozent erzielt und war damit klar stärkste Kraft geworden. Nun deutet sich ein deutlicher Verlust an Stimmen und der Rückfall auf Platz zwei an.

Grüne, SPD und AfD mit gemischten Ergebnissen

Die Grünen kommen laut Prognosen auf 15 bis 15,5 Prozent und liegen damit unter ihrem Wert von 18,4 Prozent bei der letzten Wahl. Für die SPD werden 12 Prozent genannt, was ebenfalls einen deutlichen Rückgang gegenüber den 18,4 Prozent der Wiederholungswahl 2023 bedeuten würde. Die AfD steigert sich den Angaben zufolge auf 13,5 bis 16 Prozent, nachdem sie zuvor 9,1 Prozent erreicht hatte.

BSW kratzt an Fünf-Prozent-Hürde

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt in den 18.00-Uhr-Prognosen auf 5 Prozent. Nach diesem Stand würde die neue Partei damit knapp die Fünf-Prozent-Hürde überwinden und in das Berliner Abgeordnetenhaus einziehen. Endgültige Ergebnisse werden im Laufe des Abends erwartet, die Prognosen geben jedoch bereits ein deutliches Bild vom Kräfteverhältnis der Parteien.

Historischer Sieg für die Linke

Die Prognose zur Berliner Abgeordnetenhauswahl deutet auf einen historischen Erfolg der Linken hin. Mit rund einem Viertel der Stimmen würde die Partei ihr Ergebnis der Wiederholungswahl 2023 mehr als verdoppeln und aus einer traditionell starken, aber bisher kleineren Oppositionskraft zur stärksten Kraft im Abgeordnetenhaus aufsteigen. Dies markiert einen deutlichen Stimmungsumschwung in der Hauptstadtpolitik.

Klare Verschiebungen im Parteiengefüge

Die Zahlen zeigen eine markante Verschiebung im Kräfteverhältnis der Berliner Parteien. Die bisher stärkste Kraft CDU verliert deutlich und fällt klar hinter die Linke zurück, während auch SPD und Grüne im Vergleich zu 2023 spürbar an Zustimmung einbüßen. Parallel dazu legt die AfD zu und erreicht einen zweistelligen Wert, während das BSW an der Schwelle zum Parlament steht. Diese Konstellation erschwert klassische Koalitionsbildungen und vergrößert den Spielraum für neue Bündnisse, etwa unter Führung der Linken mit Partnern aus dem bisherigen Mitte-links-Spektrum.

Offene Fragen zur Regierungsbildung

Da es sich um 18.00-Uhr-Prognosen auf Basis von Nachwahlbefragungen handelt, können sich die exakten Prozentwerte im Laufe des Abends noch verändern. An der grundsätzlichen Aussage eines deutlichen Vorsprungs der Linken würde dies nach derzeitigem Stand voraussichtlich wenig ändern. Politisch stellt sich nun die Frage, mit welchen Partnern die Linke eine stabile Mehrheit formen könnte und wie die bisherige Regierungsführung der CDU in Berlin bewertet wird. Für die bundespolitische Debatte dürfte das starke Abschneiden der Linken in der Hauptstadt als Signal gewertet werden, dass sozial- und mietpolitische Themen sowie eine klar linke Programmatik in urbanen Räumen weiterhin mobilisieren.

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