Allianz, ErnÀhrungsindustrie

Allianz der ErnÀhrungsindustrie fordert neue PrioritÀten in der Energiepolitik

15.01.2025 - 15:36:46

Berlin - WettbewerbsfĂ€hige Strom- und Gaspreise, Reform der Netzentgelte und BerĂŒcksichtigung bei energiepolitischen Entscheidungen.

Zum Auftakt der GrĂŒnen Woche in Berlin hat die VerbĂ€ndeallianz Energieintensive ErnĂ€hrungsindustrie die Politik aufgefordert, bei den energiepolitischen Rahmenbedingungen fĂŒr die WettbewerbsfĂ€higkeit und Transformation der ErnĂ€hrungswirtschaft dringend nachzubessern. Dazu zĂ€hlen niedrigere Gaspreise, eine praktikable Reform der Netzentgelte, die Ausweitung der Strompreiskompensation sowie eine Priorisierung energieeffizienter ProzesswĂ€rme in der politischen Diskussion.

"Die energieintensive ErnĂ€hrungsindustrie ist die Grundstoffindustrie fĂŒr die Lebensmittelversorgung Deutschlands. Wir sind systemrelevant und versorgen die Bevölkerung mit wichtigen Lebens- und Futtermitteln. Allein unsere ÖlmĂŒhlen sind Europameister in der Verarbeitung von Ölsaaten. Dennoch finden wir in der öffentlichen Diskussion um hohe Energiepreise, Wettbewerbsnachteile und kostbare ArbeitsplĂ€tze kaum statt", beklagt OVID-PrĂ€sidentin Jaana Kleinschmit von Lengefeld.

"Die insbesondere im europĂ€ischen Vergleich hohen Energiekosten belasten ebenso die ĂŒber 220 mittelstĂ€ndischen SĂŒĂŸwarenunternehmen in Deutschland und fĂŒhren zu deutlichen Wettbewerbsnachteilen im Export wie auf dem heimischen Markt", so Bastian Fassin, Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen SĂŒĂŸwarenindustrie. "Um eine Verlagerung der Produktion ins Ausland zu verhindern, sind die bisherigen Kompensationen zum Schutz vor Carbon Leakage unverzichtbar. Gleichzeitig muss der dringend erforderliche Ausbau der Netzinfrastruktur vorangetrieben werden, um langfristig Stromkosten zu senken und die WettbewerbsfĂ€higkeit der deutschen Industrie zu sichern."

Zur Unterstreichung ihrer Forderungen hat die Allianz das Positionspapier " Energiepolitische PrioritĂ€ten - fĂŒr die Energieintensive ErnĂ€hrungsindustrie" vorgelegt. Darin betonen die VerbĂ€nde, dass die Energiepreise am Produktionsstandort Deutschland im internationalen Vergleich nach wie vor zu hoch sind, ein Schutz vor Abwanderung durch CO2-Bepreisung (Carbon-Leakage-Schutz) notwendig ist und die schleichende Deindustrialisierung lĂ€ngst begonnen hat.

DarĂŒber hinaus fordert die Allianz die WiedereinfĂŒhrung des Spitzenausgleichs bei Gas. Sein Wegfall belastet prozesswĂ€rmeintensive Unternehmen zehnfach stĂ€rker, als die Absenkung der Stromsteuer im Wachstumspaket der Ampel-Regierung entlastet. Darunter fallen etwa ÖlmĂŒhlen, die StĂ€rkeindustrie, die Kakao verarbeitende Industrie, Hersteller von Cerealien, Backwaren und Speiseeis, MĂ€lzereien und Hefeproduzenten. Bereits im Oktober letzten Jahres forderten die BundeslĂ€nder auch die Bundesregierung hierzu auf.

Hintergrund

In der ErnĂ€hrungsindustrie erwirtschaften rund 6.000 Betriebe einen jĂ€hrlichen Umsatz von 218 Mrd. Euro. Mit ĂŒber 636.000 BeschĂ€ftigten ist diese Branche der viertgrĂ¶ĂŸte Industriezweig Deutschlands. Dabei ist die Branche klein- und mittelstĂ€ndisch geprĂ€gt: 90 Prozent der Unternehmen gehören dem Mittelstand an. Die Exportquote von 35 Prozent zeigt, dass Kunden auf der ganzen Welt die QualitĂ€t deutscher Lebensmittel schĂ€tzen.

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