Auswirkungen der weltpolitischen Lage im Mittelpunkt / Erfolgreicher 17. Berliner Abend der deutschen Feuerwehren mit europÀischer Beteiligung
22.05.2025 - 16:40:22Die Auswirkungen der weltpolitischen Lage auf die Aufgaben der Feuerwehr stand im Mittelpunkt der AusfĂŒhrungen des DFV-PrĂ€sidenten. "Eine starke militĂ€rische Verteidigung braucht eine ebenso funktionierende zivile Verteidigung: Nur gemeinsam sind wir in der Lage, unsere Gesellschaft zu schĂŒtzen!", erklĂ€rte Banse. Wichtig seien auch die StĂ€rkung der SelbsthilfefĂ€higkeit der Bevölkerung, die WiedereinfĂŒhrung der ausgesetzten Wehrpflicht beziehungsweise die EinfĂŒhrung einer Dienstpflicht sowie eine flĂ€chendeckende Infrastruktur mit moderner Technik und gut ausgebildeten KrĂ€ften. "Wir brauchen eine klare, lĂ€nderĂŒbergreifende FĂŒhrungsstruktur. Ein operativ-taktischer Zivilschutzstab auf Bundesebene, der mit den LĂ€ndern kooperiert. Unsere hochqualifizierten Feuerwehren sind bereit, hier mitzuwirken", so der DFV-PrĂ€sident. Auch bei der zivil-militĂ€rischen Zusammenarbeit nicht nur im Rahmen des "Operationsplans Deutschland" seien die Feuerwehren bereit, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.
Beim Austausch ĂŒber die Herausforderungen bot sich ein einmaliger internationaler Blickwinkel: Feuerwehr-ReprĂ€sentanten aus 21 LĂ€ndern der EuropĂ€ischen Union nahmen am Berliner Abend teil. Sie hatten direkt davor mit der GrĂŒndung des "Verbandes der Feuerwehren der EuropĂ€ischen Union" Feuerwehrgeschichte geschrieben. DFV-PrĂ€sident Karl-Heinz Banse wurde zum PrĂ€sidenten des neuen Verbandes gewĂ€hlt; die VizeprĂ€sidenten sind Jean-Paul Bosland (Frankreich), Ante Sanader (Kroatien), Robert Mayer (Ăsterreich) und Waldemar Pawlak (Polen). "Herausfordernde Zeiten verlangen ein enges europĂ€isches Netzwerk der Sicherheit. Die Feuerwehrmitglieder in der EuropĂ€ischen Union geben rund um die Uhr alles, um Menschen und Tiere zu retten. Und damit sie das tun können, braucht es Rahmenbedingungen. Aus diesem Grund rĂŒcken wir als Vertreter der Feuerwehren enger zusammen und geben dem Feuerwehrwesen mit dem europĂ€ischen Feuerwehrverband eine starke Stimme in der EU", erklĂ€rte Robert Mayer, PrĂ€sident des Ăsterreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, in seinem GruĂwort. Er wies auch auf die besondere Bedeutung des Ehrenamtes in den Feuerwehren hin.
Dem schloss sich Christoph de Vries, Parlamentarischer StaatssekretĂ€r beim Bundesminister des Innern, an: "Feuerwehr ist ein ganz besonders wichtiger, ehrenwerter Dienst an der Gesellschaft und ein zentraler Baustein in der Sicherheitsarchitektur in Deutschland." Er sagte zu, dass das Bundesministerium in den anstehenden Haushaltsverhandlungen "fĂŒr eine nachhaltige StĂ€rkung der Ressourcen in Zivil- und Katastrophenschutz kĂ€mpfen" wolle. Der Parlamentarische StaatssekretĂ€r betonte, dass jegliche ergĂ€nzende Ausstattung des Bundes jedoch nutzlos wĂ€re ohne die Menschen, die diese bedienen können. "Es wĂ€re schön, wenn wir in Europa auch in anderen Feldern so solidarisch wĂ€ren, wie es die Feuerwehren sind", schloss de Vries mit Blick auf die gegenseitige Hilfe bei GroĂschadenslagen.
Berlins Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen wĂŒrdigte, dass der Parlamentarische Abend des Deutschen Feuerwehrverbandes mit der europĂ€ischen Komponente nun "auf eine neue Ebene des Netzwerkens" gehoben worden sei. Er warf zudem ein Schlaglicht auf das Thema "Gewalt gegen EinsatzkrĂ€fte" und stellte die Erwartungen der Feuerwehrangehörigen wie auch der Gesellschaft vor.
"Die Feuerwehr ist eine Gemeinschaft, in der Kameradschaft, Zusammenhalt und gegenseitige UnterstĂŒtzung oberste PrioritĂ€t haben. Wir mĂŒssen dafĂŒr sorgen, dass unsere EinsatzkrĂ€fte gut ausgebildet, motiviert und gesellschaftlich anerkannt sind. Wir mĂŒssen dafĂŒr sorgen, dass sie nicht in EinsĂ€tzen beleidigt und angegriffen werden. Denn nur so können wir sicherstellen, dass sie auch in den schwierigsten Situationen ihr Bestes geben - jetzt und auch in Zukunft", verdeutlichte DFV-PrĂ€sident Karl-Heinz Banse abschlieĂend.
Der 17. Berliner Abend wurde mit freundlicher UnterstĂŒtzung von Mercedes-Benz, T-Mobile und der Berliner Feuerwehr durchgefĂŒhrt. Bilder der Veranstaltung werden unter https://www.feuerwehrverband.de/presse/bilder/ zur VerfĂŒgung gestellt.
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