VerbÀnde-Pressemitteilung, Streithelfer-Antrag

Gemeinsame VerbĂ€nde-Pressemitteilung: Streithelfer-Antrag: Pro Generika und BPI unterstĂŒtzen Klagen gegen Kommunale Abwasserrichtlinie

09.07.2025 - 16:56:10

Berlin - Zwei PharmaverbĂ€nde - der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) sowie Pro Generika - möchten am juristischen Verfahren zur Novellierung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) teilnehmen, und haben einen Antrag auf Streithelferstellung gestellt. Zuvor hatten bereits mehrere pharmazeutische Unternehmen gegen diese Regelung Klage erhoben - die beiden VerbĂ€nde unterstĂŒtzen diese Verfahren nun aktiv durch ihren formellen Beitritt als Streithelfer.

Hintergrund der Klage ist die geplante EinfĂŒhrung einer verpflichtenden vierten Reinigungsstufe in KlĂ€ranlagen - verbunden mit einer weitreichenden Herstellerverantwortung, deren finanzielle Last vor allem auf die Pharma- und Kosmetikbranche abgewĂ€lzt werden soll.

Die PharmaverbĂ€nde kritisieren, dass die EU-Kommission bei dieser Richtlinie die Konsequenzen fĂŒr die Arzneimittelversorgung nicht einkalkuliert hat. Auch sei die Datenbasis mehr als fragwĂŒrdig. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Rolle pharmazeutischer Produkte bei der Entstehung von Spurenstoffen systematisch ĂŒberschĂ€tzt wurde - insbesondere Generikahersteller stĂŒnden durch die geplanten Regelungen unter massivem ökonomischem Druck. Dieser geht so weit, dass die Produktion wichtiger Arzneimittel unwirtschaftlich wird.

"Die aktuelle Ausgestaltung der Richtlinie bedroht nicht nur die wirtschaftliche StabilitĂ€t vieler Unternehmen, sondern gefĂ€hrdet auch die Arzneimittelversorgung in Europa", warnt Dr. Kai Joachimsen, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des BPI. "Wer den Umwelt- und GewĂ€sserschutz ernst nimmt, muss auch fĂŒr eine gerechte und tragfĂ€hige Finanzierung sorgen."

Bork Bretthauer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Pro Generika ergĂ€nzt: "Die Streithelferstellung ermöglicht es uns, sĂ€mtliche Generika-Unternehmen zu unterstĂŒtzen - auch die, die nicht klagen. Dies ist wichtig, denn die finanzielle Belastung trifft die gesamte Branche."

Beide betonen, dass sich die pharmazeutische Industrie klar zu ihrer Verantwortung fĂŒr Umwelt und Nachhaltigkeit bekennt. Ziel mĂŒsse jedoch ein ausgewogener regulatorischer Rahmen sein, der ökologische Notwendigkeiten mit ökonomischer RealitĂ€t verbindet.

"Wir setzen uns fĂŒr eine Richtlinie ein, die verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig, praktikabel und zukunftsfĂ€hig ist - fĂŒr Umwelt, Wirtschaft und Versorgungssicherheit gleichermaßen", so Joachimsen und Bretthauer.

Pressekontakt:

BPI e.V.: Andreas Aumann (Pressesprecher), Tel. 030 27909-123, [email protected]

Pro Generika: Fabian Locher (Pressesprecher), Tel. 030 8161609-55, [email protected]

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