Regierung, HĂŒrden

Regierung will HĂŒrden fĂŒr Betriebsrenten senken

03.09.2025 - 04:11:36 | dpa.de

Betriebsrenten sollen eine wichtige SĂ€ule der Alterssicherung sein. Doch zuletzt sank die Quote. Nun soll die Kehrtwende gelingen.

  • Mitarbeitende einer Bank demonstrieren fĂŒr den Erhalt ihrer Betriebsrente. (Foto: Archiv) - Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
    Mitarbeitende einer Bank demonstrieren fĂŒr den Erhalt ihrer Betriebsrente. (Foto: Archiv) - Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
  • Bundessozialministerin BĂ€rbel Bas (SPD) will Betriebsrenten stĂ€rken. (Foto: Archiv) - Foto: Kay Nietfeld/dpa
    Bundessozialministerin BÀrbel Bas (SPD) will Betriebsrenten stÀrken. (Foto: Archiv) - Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Mit einem neuen Gesetz will die Regierung fĂŒr eine stĂ€rkere Verbreitung von Betriebsrenten sorgen. Vermehrt sollen sich auch BeschĂ€ftigte mit geringem und mittlerem Verdienst ĂŒber Betriebsrenten fĂŒrs Alter absichern. «Gute Betriebsrenten tragen zur LebensqualitĂ€t im Alter bei», sagte Arbeitsministerin BĂ€rbel Bas der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Finanzminister Lars Klingbeil sprach von einer wichtigen SĂ€ule neben der gesetzlichen Rente. 

Durch das «Zweite BetriebsrentenstĂ€rkungsgesetz» von Bas und Klingbeil (beide SPD), das heute im Kabinett grĂŒnes Licht bekommen soll, soll es kleineren Unternehmen erleichtert werden, Betriebsrenten anzubieten, etwa im Rahmen einer Betriebsvereinbarung. Das bestehende Sozialpartnermodell, in dem ArbeitgeberverbĂ€nde und Gewerkschaften betriebliche Altersversorgung vereinbaren können, soll entsprechend weiterentwickelt werden. 

Bas sagte: «Betriebsrenten sind effizient und sicher, besonders wenn sie auf kollektiver Grundlage von den Sozialpartnern organisiert werden.» Besonders BeschÀftigte mit geringen Einkommen und in kleinen und mittleren Unternehmen sollten von dieser Form kapitalgedeckter Zusatzrenten profitieren.

Klingbeil sagte der dpa, Betriebsrenten trĂŒgen dazu bei, dass Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet hĂ€tten, von ihrer Rente gut leben könnten. «Unser Gesetzentwurf ist ein wichtiger Schritt, damit mehr BeschĂ€ftigte Betriebsrenten erhalten können und so mehr Sicherheit und eine gute Vorsorge fĂŒrs Alter haben.»

Mehr Risiken

Erleichtert werden sollen sogenannte Opting-Out-Systeme, bei denen man widersprechen muss, wenn ein Teil des Entgelts nicht automatisch fĂŒr Betriebsrenten verwendet werden soll. 

Beim Ansparen sollen Risiken und somit auch Renditen höher sein können. Vorschriften fĂŒr Pensionskassen werden «flexibilisiert», wie es heißt. Auch die steuerliche Förderung der Betriebsrenten soll erhöht werden. 

Verbreitung sinkt

Ende 2023 hatten 18,1 Millionen sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigte bei ihrem Arbeitgeber eine aktive Betriebsrentenanwartschaft. Das sind zwar 500.000 mehr als etwa im Jahr 2017, wegen des gleichzeitigen BeschĂ€ftigungsaufbaus ging die Verbreitungsquote aber leicht auf 52 Prozent zurĂŒck.

Die geplanten steuerlichen Verbesserungen sollen laut dem Gesetzentwurf den Staat rund 155 Millionen Euro jÀhrlich kosten.

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