BPI, Medizinforschungsgesetz

BPI zum Medizinforschungsgesetz: Schmerzpunkte liegen bei der Preisbildung

Veröffentlicht am: 27.03.2024 um 15:04 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS

Berlin - "FĂŒr die pharmazeutische Industrie können vertrauliche ErstattungsbetrĂ€ge, so wie sie der heute im Bundeskabinett verabschiedete Entwurf eines Medizinforschungsgesetzes vorsieht, lediglich in EinzelfĂ€llen relevant werden", sagt Prof Dr. Jens Peters, GeschĂ€ftsfeldleiter Klinische Forschung beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). "Denn diese neue Regelung verursacht zusĂ€tzliche Kosten dadurch, dass pharmazeutische Unternehmen die höheren Listenpreise in den Handelsstufen und bei der Mehrwertsteuer permanent ausgleichen mĂŒssen. Wichtig ist vielmehr ein Bekenntnis zur Förderung von Forschungs- und EntwicklungsaktivitĂ€ten, welches sich in einem gesunden Preisgebilde widerspiegelt."

BPI zum Medizinforschungsgesetz: Schmerzpunkte liegen bei der Preisbildung - Bild: presseportal.de
BPI zum Medizinforschungsgesetz: Schmerzpunkte liegen bei der Preisbildung - Bild: presseportal.de

"Die aktuellen Probleme liegen woanders: Echte Schmerzpunkte bei der Preisbildung fĂŒr innovative Therapien sind die neuen AMNOG-Leitplanken und Kombi-AbschlĂ€ge - hier besteht dringender gesetzgeberischer Korrekturbedarf", so Peters. Denn das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) fĂŒhrt dazu, dass Therapieinnovationen oft nicht mehr angemessen honoriert werden. Ein Zusatznutzen gegenĂŒber einer zweckmĂ€ĂŸigen Vergleichstherapie wird oft nicht mehr mit einem höheren Preis ĂŒbersetzt. In sehr vielen FĂ€llen bedeutet das schlichtweg, dass sich ein Zusatznutzen nicht mehr rechnet. In der weiteren Diskussion mĂŒssen daher vor allem die neuen AMNOG-Leitplanken und Kombi-AbschlĂ€ge ins Visier genommen werden. Erfreulich sind und bleiben die im Gesetzesentwurf geplanten Erleichterungen bei klinischen PrĂŒfungen, die zum TeillangjĂ€hrigen BPI-Forderungen entsprechen, und eine teilweise Umsetzung der Nationalen Pharmastrategie darstellen. Vereinfachte Genehmigungs- und Anzeigeverfahren fĂŒr sichere klinische PrĂŒfungen sind zum Beispiel ein wichtiger Schritt, damit Deutschland wieder an AttraktivitĂ€t als Studienstandort gewinnt."

Kontakt:

Andreas Aumann (Pressesprecher), Tel. 030 27909-123, aaumann@bpi.de

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