Mann gesteht queerfeindliche und antisemitische Taten
16.08.2023 - 14:54:33Ein 63-JĂ€hriger soll fĂŒr queerfeindliche und antisemitisch motivierte Taten in Berlin verantwortlich sein. Der Mann habe die Taten unter anderem am vergangenen Wochenende in vollem Umfang eingerĂ€umt, hieĂ es von den Behörden. Er wurde am Dienstagnachmittag wegen politisch motivierter Brandstiftungen festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die genaue Tatmotivation des Deutschen sei noch nicht klar, sagte der Sprecher der Staatsanwalt. Der 63-JĂ€hrige sollte noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgefĂŒhrt werden.
Der Mann war wegen frĂŒherer Taten ins Visier der Ermittler geraten, vor allem wegen SachbeschĂ€digung von Wahlplakaten. Im Mai sei wegen sieben solcher FĂ€lle Anklage erhoben worden, in zwei FĂ€llen auch wegen davon Volksverhetzung. Auch homofeindlicher Hass sei erkennbar gewesen. Weil der Mann jeweils seinen Namen auf den Plakaten hinterlieĂ, fĂŒhrten die Ermittlungen in den aktuellen FĂ€llen zu dem 63-JĂ€hrigen.
Haftbefehl gegen ihn sei dann nach einem Brandanschlag auf einen Verein lesbischer Frauen am frĂŒhen Montagmorgen erlassen worden. Auf einem Flugblatt an der Scheibe des Vereins klebte ein Zettel mit einem Bibelzitat, das sich gegen Homosexuelle richtete.
Zettel mit diesem Zitat waren in der Nacht zum Samstag auch an dem Denkmal fĂŒr die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am Tiergarten angebracht gewesen. Ebenfalls in der Nacht zum Samstag wurde eine BĂŒcherbox am Holocaust-Mahnmal «Gleis 17» im Berliner Grunewald angezĂŒndet. Zu dem Angriff gab es ein antisemitisches Bekennerschreiben. Zeugen hatten von einem Mann berichtet, der eine Kiste in die zur BĂŒcherbox umgebaute frĂŒhere Telefonzelle gestellt und angezĂŒndet habe.


