Brandenburg ruft Bund beim Deutschland-Ticket zum Einlenken auf
03.12.2023 - 14:30:27"Ich finde es immer noch erstaunlich, dass sich der Bund aus der Kofinanzierung des Deutschlandtickets ab 2025 mehr oder weniger offiziell verabschiedet", sagte Genilke der Deutschen Presse-Agengur. "Da sollte gerade der Bund nochmal in Revision gehen."
Bund und LĂ€nder geben in diesem und im nĂ€chsten Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr fĂŒr das derzeit 49 Euro teure Deutschland-Ticket aus. Brandenburgs Verkehrsminister rief den Bund zum Einlenken auf. "Wir wissen alle, dass das Deutschlandticket in Zukunft nicht mit drei Milliarden Euro abbildbar sein wird", sagte Genilke. "Die LĂ€nder haben ihre Bereitschaft erklĂ€rt, bei der hĂ€lftigen Finanzierung weiter dabei zu sein. Das sollte der Bund honorieren und die andere HĂ€lfte ĂŒbernehmen."
Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Regierungschefs der LĂ€nder hatten sich vor dem Hintergrund eines Finanzstreits darauf verstĂ€ndigt, dass es das Deutschlandticket fĂŒr Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr weiter gibt. Offen ist, wie lange das Ticket noch zu 49 Euro im Monat angeboten oder bald teurer wird. Die Verkehrsminister sollen ein Konzept fĂŒr ein langfristig gesichertes Ticket entwickeln.
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sieht beim Deutschlandticket die LĂ€nder am Zug. Er schlug vor, dass die LĂ€nder die Strukturen gĂŒnstiger gestalten und stĂ€rker fĂŒr das Ticket und um neue Abonnenten werben, um den Preis gĂŒnstig zu halten.
Genilke ist seit dem 22. November offiziell im Amt. Sein VorgĂ€nger Guido Beermann war zurĂŒckgetreten, um eine neue berufliche Herausforderung anzustreben.

