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BSI warnt Politiker vor Spyware-Angriff auf iPhones

Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 20:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Das BSI hat Abgeordnete und Regierungsmitglieder nach einem Hinweis von Apple angeschrieben. Welche GerÀte betroffen sein könnten und welche SpÀhsoftware dahintersteckt, ist noch offen.

Warnung erreicht politische Spitzen

  • Das BSI schrieb Bundestagsabgeordnete und Regierungsmitglieder wegen eines möglichen Spyware-Angriffs an.
  • Apple bezog die Bedrohungsbenachrichtigung auf iPhones und möglicherweise kompromittierte GerĂ€te.
  • Digitalminister Karsten Wildberger verwies auf die laufende KlĂ€rung des konkreten Falls.
Digitalminister Karsten Wildberger verweist auf eine Meldung von Apple. (Archivbild) - Bild: Carsten Koall/dpa

BSI warnt Politik vor möglicher iPhone-SpÀhsoftware

Das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik hat Bundestagsabgeordnete und Regierungsmitglieder vor einem möglichen Angriff mit SpĂ€hsoftware auf Handys gewarnt. Anlass ist nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios eine Bedrohungsbenachrichtigung von Apple fĂŒr iPhones.

Wildberger bestÀtigt amtlichen Hinweis

Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) bestĂ€tigte im ARD-„Bericht aus Berlin“, Apple habe gemeldet, dass bestimmte GerĂ€te möglicherweise mit Spyware kompromittiert worden seien. Das BSI habe daraufhin alle Betroffenen angeschrieben und Hinweise zum weiteren Vorgehen gegeben.

NÀhere Angaben zu den GerÀten, den möglichen Angreifern oder der verwendeten Software machte Wildberger nicht. Er sagte, es sei derzeit spekulativ, worum es sich konkret handle, und verwies auf die laufende KlÀrung.

Keine Festlegung auf KI-Angriff

Der Minister wollte den Vorgang nicht unbedingt auf einen Angriff mit kĂŒnstlicher Intelligenz zurĂŒckfĂŒhren. SpĂ€hsoftware gebe es bereits seit lĂ€ngerer Zeit, sagte er zugleich.

Spyware kann ohne Wissen der Nutzer auf Smartphones gelangen und Daten wie Nachrichten, Fotos, Standortinformationen, Tastatureingaben oder Anruf- und Mikrofonaufnahmen an Dritte ĂŒbermitteln. Als mögliche Wege gelten manipulierte AnhĂ€nge, gefĂ€lschte Links, unseriöse Apps und SicherheitslĂŒcken in veralteter Software.

Die Warnung fĂ€llt in eine Zeit, in der gezielte Angriffe auf mobile GerĂ€te von Regierungsmitgliedern und Abgeordneten ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Auf Smartphones werden nicht nur Nachrichten und Kontakte verarbeitet, sondern hĂ€ufig auch Termine, Dokumente, Standortdaten und Zugangsdaten fĂŒr geschĂŒtzte Dienste.

Apple verschickt Bedrohungsbenachrichtigungen nach eigenen Angaben an Nutzer, bei denen ein möglicherweise gezielter Angriff mit besonders leistungsfĂ€higer SpĂ€hsoftware erkannt wurde. Solche Hinweise richten sich typischerweise an eine kleine Gruppe potenziell gefĂ€hrdeter Personen und bedeuten nicht automatisch, dass ein GerĂ€t tatsĂ€chlich erfolgreich ĂŒbernommen wurde.

Schutz durch schnelle Reaktion

FĂŒr politische EntscheidungstrĂ€ger ist deshalb entscheidend, dass Warnungen rasch bewertet und betroffene GerĂ€te gesichert werden. Dazu gehören die Installation aktueller Sicherheitsupdates, die PrĂŒfung des GerĂ€tezustands und die Nutzung der vom BSI empfohlenen Kommunikationswege. Besonders kritisch wĂ€re ein Zugriff auf GerĂ€te, die fĂŒr vertrauliche GesprĂ€che oder den Zugang zu Regierungsnetzen verwendet werden.

Der Vorgang zeigt zugleich, dass SpĂ€hsoftware nicht auf einen möglichen Einsatz kĂŒnstlicher Intelligenz reduziert werden kann. Entscheidend bleiben bekannte SicherheitslĂŒcken, gezielte Angriffe und die Frage, welche Daten auf einem kompromittierten GerĂ€t verfĂŒgbar sind. Weitere Angaben zum konkreten Schadprogramm, zu betroffenen GerĂ€ten und zu möglichen Folgen stehen noch aus.

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