Wagenknecht, BSW-Regierungsbeteiligungen

Wagenknecht gegen weitere BSW-Regierungsbeteiligungen

28.06.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

BSW-Chefin Sahra Wagenknecht sieht weitere Regierungsbeteiligungen ihrer Partei in den LĂ€ndern mit Skepsis.

Sahra Wagenknecht (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Sahra Wagenknecht (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Mit Blick auf die Landtagswahlen im kommenden Jahr sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", dass man nicht als "Teil einer profillosen Allparteienkoalition" zur VerfĂŒgung stehe, "deren einziger gemeinsamer Nenner ist, gegen die AfD zu sein". Der CDU in Sachsen-Anhalt rĂ€t Wagenknecht zu einer Minderheitsregierung oder zu einer Koalition mit der AfD. "Die Brandmauer ist eine undemokratische Dummheit, die nur der AfD hilft", sagte Wagenknecht. Die Union hĂ€tte die AfD schon zu einer Zeit in die Regierung einbinden sollen, "als sie noch bei weitem weniger radikal war".

Aber wenn sie es jetzt immer noch nicht mache, werde es irgendwann AfD-Alleinregierungen im Osten geben, weil sie gar niemanden mehr fĂŒr eine Koalition brauchen. Die BSW-Regierungsbeteiligungen in ThĂŒringen und Brandenburg hĂ€tten dem BSW geschadet, sagte Wagenknecht dem RND. "Wir haben im vergangenen Jahr Fehler gemacht, vor allem in ThĂŒringen." Das BSW habe sich "teilweise von den anderen Parteien ĂŒber den Tisch ziehen lassen", kritisierte die ParteigrĂŒnderin. "Wir sehen in Umfragen in Brandenburg wie ThĂŒringen, dass sich viele WĂ€hler von uns etwas anderes erhofft haben, als wir eingebunden in das Korsett einer Koalition mit den alten Parteien liefern konnten." Dieses Problem habe die Partei "unterschĂ€tzt". "So haben wir Menschen enttĂ€uscht, was uns auch als Gesamtpartei geschadet hat." Mit Blick auf die Landtagswahlen 2026 sagte Wagenknecht: "Wir werden besser vorbereitet sein und ganz klare Forderungen formulieren." Am Wochenende treffen sich Bundesvorstand und LandesvorstĂ€nde des BSW zu einer Klausurtagung. Dabei soll entschieden werden, ob das BSW an allen fĂŒnf Landtagswahlen 2026 teilnehmen wird. Wagenknecht sprach sich dafĂŒr aus. "Wir wollen unsere WĂ€hler nicht enttĂ€uschen, indem wir gar nicht auf dem Wahlzettel sind", sagte die Parteichefin dem RND. Ihre eigene Zukunft im BSW ließ sie offen. Ein Parteitag im November soll ĂŒber eine NamensĂ€nderung und einen neuen Vorstand abstimmen. "NatĂŒrlich werde ich mich fĂŒr das BSW weiter engagieren, unabhĂ€ngig von der konkreten Funktion", sagte Wagenknecht dem RND. "Ich mache nicht den Abgang und lasse die Partei alleine. Wir mĂŒssen uns aber breiter aufstellen, wir brauchen mehr profilierte Gesichter in der Öffentlichkeit, denn wir haben ja viele gute Leute."

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