Steuern

SteuerschÀtzer schrauben Erwartungen nach oben

23.10.2025 - 11:18:33

Bund, LĂ€nder und Kommunen können mit höheren Steuereinnahmen rechnen als noch im FrĂŒhjahr prognostiziert.

GegenĂŒber der Mai-SchĂ€tzung wird in allen Jahren des SchĂ€tzzeitraums mit einer besseren Entwicklung gerechnet, teilte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) am Donnerstag mit. Die Steuereinnahmen liegen demnach im Vergleich zur SchĂ€tzung vom Mai jĂ€hrlich im Schnitt um einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag höher. Schon im laufenden Jahr 2025 sind es wohl 11 Milliarden Euro zusĂ€tzlich, in den Jahren 2026 bis 2029 wird nun mit zusammengenommen 22,6 Milliarden Euro mehr gerechnet.

Damit bewahrheiteten sich vorherige Berichte, die vor Beginn der Sitzung der SteuerschĂ€tzer kursierten, wonach angeblich rund 100 Milliarden Euro zusĂ€tzlich erwartet wĂŒrden, nicht. Höhere Einnahmeerwartungen haben dabei insbesondere LĂ€nder und Gemeinden zu verzeichnen. Auf Bundesebene ist hingegen ab dem Jahr 2028 mit niedrigeren Steuereinnahmen zu rechnen als noch in der letzten SteuerschĂ€tzung im Mai angenommen. "Was wir tun, wirkt", sagte Klingbeil dennoch zu den Zahlen am Donnerstag. Das Investitionspaket sei "ein starker Impuls fĂŒr neues Wirtschaftswachstum". Die steigenden Steuereinnahmen stĂ€rkten "vor allem die HandlungsfĂ€higkeit von LĂ€ndern und Kommunen". Weil der Bund ganz ĂŒberwiegend die Kosten des sogenannten "Wachstumsboosters" trage, mit dem die Wirtschaft angekurbelt werden soll, profitiert er nach Angaben des Ministers wenig von zusĂ€tzlichen Steuereinnahmen. "Aber der Weg ist richtig, denn fĂŒr mich bleibt entscheidend, ArbeitsplĂ€tze in Deutschland zu sichern und die Jobs der Zukunft hier zu schaffen", sagte Klingbeil. Der Konsolidierungsdruck im Bundeshaushalt bleibe aber in jedem Fall hoch: "Wir werden mit Blick auf die HaushaltslĂŒcken ab 2027 weiterhin einen strikten Konsolidierungskurs fahren: Alle Ministerien bleiben gefordert, Einsparungen vorzunehmen." Der Minister kĂŒndigte außerdem weitere Reformen an. Damit solle die Wirtschaft wettbewerbsfĂ€higer gemacht und BĂŒrokratie abgebaut werden.

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