Ăzdemir hadert mit Ampel-Regierung
26.02.2024 - 22:48:26 | dpa.de"Wir werden es schaffen, das unsere passable Bilanz nicht ankommt, weil wir uns streiten wie die Kesselflicker", sagte Ăzdemir am Montagabend in DĂŒsseldorf beim StĂ€ndehaus-Treff der "Rheinischen Post".
Die letzten beiden Jahre seien beispielsweise die erfolgreichsten fĂŒr die Landwirtschaft gewesen, das Höfesterben habe sich verringert. Dennoch drohten die Bauernproteste inzwischen selbst den konservativen BauernverbĂ€nden zu entgleiten.
Er habe bei seinem Amtsantritt als Bundesagrarminister "ein prall gefĂŒlltes Fass vorgefunden" und die Regierung habe das KunststĂŒck fertiggebracht, dieses Fass mit den SparbeschlĂŒssen etwa zum Agrardiesel zum Ăberlaufen zu bringen. Er sei daran nicht beteiligt gewesen, betonte Ăzdemir erneut. Die teilweise Korrektur der BeschlĂŒsse sei zudem zu spĂ€t gekommen. "Da waren die Proteste schon organisiert."
An den sehr erfolgreichen schwarz-grĂŒnen Koalitionen in NRW und Baden-WĂŒrttemberg "können wir uns in der Ampel eine Scheibe abschneiden", sagte der 58-JĂ€hrige. Kritik an der eigenen Partei klang beim Heizungsgesetz an: Man habe die VerĂ€nderungsmĂŒdigkeit der Gesellschaft unterschĂ€tzt.
"Die Ampel hat wahrlich viele Fehler gemacht", sagte Ăzdemir. Der Berg der Probleme sei aber nicht wĂ€hrend der vergangenen zwei Jahre entstanden und es gebe auch Verdienste: Trotz "der idiotischen AbhĂ€ngigkeit von Putins Gas" sei Deutschland gut durch den Winter gekommen.
Er frage sich inzwischen, was die VorgÀngerregierungen gemacht haben, als die Steuereinnahmen sprudelten: "Die Infrastruktur ist in einem desaströsen Zustand."
Ăzdemir appellierte an die Opposition, ihre Blockadehaltung im Bundesrat aufzugeben. Das Wachstumschancengesetz sei wichtig fĂŒr die Wirtschaft. "Es sind nicht nur die Probleme der Ampel, es sind nationale Probleme." Es sei an der Zeit, nationale Interessen vor das Parteiwohl zu stellen.
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