Außenministerin, Schutz

Außenministerin bemĂ€ngelt Schutz von Spitzenpolitikerinnen

29.01.2025 - 18:15:58

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sieht strukturelle MĂ€ngel bei der Bewachung weiblicher Spitzenpolitiker in Deutschland.

"Viele meiner Ministerkollegen haben Polizeischutz, aber ich bin einfach fĂŒr eine bestimmte Gruppe - da spielen Rechtsextreme, Putin-Trolle und auch toxische MĂ€nnlichkeit mit rein - eine Zielscheibe", sagte sie dem "Zeitmagazin" im Rahmen eines Langzeitprojekts vom 1. Juli 2020 bis 2. Januar 2025. Auf Drohungen mit sexualisierter Gewalt, Porno-Deepfakes oder Vergewaltigungsfantasien seien die SicherheitskrĂ€fte nicht eingestellt. "Weil es das bei MĂ€nnern nicht so gibt", sagte die GrĂŒnenpolitikerin dem Magazin im Oktober 2021. Die Angriffe auf sie hĂ€tten auch fĂŒr ihr Privatleben sicherheitstechnisch "einiges nach sich gezogen", so Baerbock.

"Als ich im Urlaub war, wurde meine Wohnung auf Wanzen durchsucht. Das sind Sachen, die vergesse ich nicht", sagte Baerbock. Neben einem direkten Mordaufruf habe es auch VorfĂ€lle mit Stalkern gegeben. In einem spĂ€teren GesprĂ€ch berichtet Baerbock ĂŒber weitere VorfĂ€lle. "Seit dem Ukrainekrieg hat das noch mal eine andere QualitĂ€t bekommen, vor allem von russischer Seite. Das betrifft auch andere Frauen, die Chats der PrĂ€sidentin von Moldau wurden gehackt, und dann kursierten Fotos mit gefĂ€lschten ChatverlĂ€ufen. Vor so etwas habe ich mehr Angst als davor, dass mein Auto in die Luft fliegt."

@ dts-nachrichtenagentur.de