Bundesbank fĂŒr spĂ€teren Renteneintritt
10.07.2024 - 00:00:00"Ich bin auch der Auffassung, dass es angemessen wĂ€re, beim gesetzlichen Rentenalter grundsĂ€tzlich die steigende Lebenserwartung zu berĂŒcksichtigen", sagte Nagel. "Das mag politisch unpopulĂ€r sein, aber ich glaube, an dieser Stelle sind Reformen unumgĂ€nglich." Rentnern solle es zudem erleichtert werden, neben der Rente weiterzuarbeiten, schlĂ€gt der Bundesbank-PrĂ€sident vor. "Wir mĂŒssen grundsĂ€tzlich dafĂŒr sorgen, dass alle Menschen, die gerne arbeiten wĂŒrden, auch arbeiten können", mahnte er. Dazu sei es nötig, die Kinderbetreuung ausbauen und fĂŒr Zuwanderung zu sorgen. Deutschland mĂŒsse auĂerdem fĂŒr auslĂ€ndische FachkrĂ€fte attraktiv bleiben, "sonst werden wir die FachkrĂ€ftelĂŒcke nicht schlieĂen", sagte Nagel. Der Notenbanker warnte davor, den Wirtschaftsstandort Deutschland schlechtzureden. "Es ist richtig, wir haben Probleme", sagte Nagel. "Aber wir haben auch groĂe Chancen." Das Wirtschaftswachstum werde langsam stĂ€rker, die deutschen Unternehmen seien sehr innovationsfĂ€hig. Die Auftragslage der Industrie scheine sich in der Grundtendenz zu stabilisieren, auch der Konsum dĂŒrfte bald wieder anziehen. "Deutschland könnte eine gute Turn-Around-Story werden, also eine Erfolgsgeschichte, wenn die strukturellen Probleme beherzt angegangen und gelöst werden", sagte der Bundesbank-PrĂ€sident.


