Stark-Watzinger fordert Exmatrikulation von Antisemiten
07.02.2024 - 14:53:05"Sie sollten ihre Hochschulgesetze ĂŒberprĂŒfen, damit klar ist, dass eben Antisemitismus und daraus entstehende Gewalt keinen Platz an den Hochschulen haben", so Stark-Watzinger. Zuletzt waren RĂŒcktrittsforderungen gegen Berlins Wissenschaftssenatorin laut geworden: "Die ĂuĂerungen der Wissenschaftssenatorin sind derart haarstrĂ€ubend, sie begrĂŒnden einen RĂŒcktritt", sagte FDP-Landesvize Sebastian Czaja der "Bild". Wer Antisemitismus so verharmlose, dĂŒrfe nicht an fĂŒhrender politischer Stelle fĂŒr die Wissenschaft zustĂ€ndig sein. Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle (CSU) sagte der Zeitung: "Von Frau Czyborra hĂ€tte ich eine klare Ansage an die FU Berlin erwartet und keine Beschwichtigung. Es bleibt nur der RĂŒcktritt." Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak sagte, dass die Einlassung von Czyborra "in keiner Weise akzeptabel" sei. "Hier von einem `Konflikt auf dem Campus` zu sprechen und eine Exmatrikulation aus `politischen GrĂŒnden` abzulehnen, verdreht in gefĂ€hrlicher Weise die Tatsachen." Wenn Hochschulen offene RĂ€ume der Kommunikation und der Debatte bleiben sollen, mĂŒsse mit aller Konsequenz und HĂ€rte gegen Studenten vorgegangen werden, die ihren Judenhass mit Gewalt ausleben, so Luczak. "Der TĂ€ter muss Hausverbot bekommen und exmatrikuliert werden. Wenn dies das Hochschulgesetz nicht hergibt, muss es geĂ€ndert werden. DafĂŒr steht die Senatorin in der Verantwortung." Die CDU Berlin strebt eine Ănderung des Hochschulgesetzes an, um Exmatrikulationen wieder möglich zu machen, nachdem erst 2021 der damals rot-rot-grĂŒne Senat dieses Mittel gesperrt hatten. "Antisemitismus ist keine Politik und hat an unseren UniversitĂ€ten nichts verloren. Wenn wir dafĂŒr Gesetze Ă€ndern mĂŒssen, sollten wir dies tun", sagte CDU-Fraktionschef Dirk Stettner der "Bild".


