Prien sieht Gewalt als gesamtgesellschaftliches PhÀnomen
10.02.2026 - 22:15:56"Wir mĂŒssen ĂŒber die Frage, dass Gewalt eben unter keinen UmstĂ€nden ein Mittel der Auseinandersetzung (?) ist, darĂŒber mĂŒssen wir offensichtlich in den Familien, in den KindergĂ€rten schon, aber auch in den Schulen mehr sprechen und mĂŒssen dieses Thema ernster nehmen." Prien verwies dabei auf eine Verunsicherung der MĂ€nner hinsichtlich ihres RollenverstĂ€ndnisses.
Die meisten Gewalttaten treffen nach Studienangaben Frauen. Prien sagte, dass man sich auch der Situation von Jungen und MĂ€nnern zuwenden mĂŒsse. Die Dinge seien auf keinen Fall hinnehmbar. "Sie sind offensichtlich auch eine Bildungsaufgabe, um die sich auch schon die Kitas, aber auch die Schulen mehr kĂŒmmern mĂŒssen"
In der Studie zeigt sich auch, dass Migration eine Rolle spielt. Dazu sagte die Bundesfamilienministerin: "Das mĂŒssen wir sehr ernst nehmen, und mĂŒssen auch der Frage nachgehen, warum insbesondere Frauen mit Zuwanderungsgeschichte im besonderen MaĂe Gewalt ausgesetzt sind."
Die CDU-Politikerin kĂŒndigte an, dass die Finanzierung fĂŒr MaĂnahmen des Gewalthilfegesetzes zum 1. Januar 2027 beginnt. "Die 2,6 Milliarden (Euro), die der Bund zusĂ€tzlich den Kommunen und LĂ€ndern zur VerfĂŒgung stellt, die werden beginnen in der Zahlung ab 2027." Es werde aber einige Jahre dauern, bis der tatsĂ€chliche Bedarf gedeckt sein werde. Zurzeit fĂ€nden die Bedarfsanalysen in den LĂ€ndern statt, so die Ministerin.
Sie hĂ€lt es zudem fĂŒr notwendig, dass es in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden Studien gibt. Die Daten mĂŒssten so erhoben werden, dass sie vergleichbar sind. Nach der neueren EU-Rechtsetzung sei die Bundesrepublik dazu auch verpflichtet. Derzeit sei man darĂŒber in Abstimmung mit dem Innenministerium und dem Bundeskriminalamt.


