Innenminister: Linksextreme anfĂ€llig fĂŒr russischen Einfluss
12.12.2025 - 14:01:20
"Ein Ziel unserer neuen Strategie gegen hybride Bedrohungen ist, herauszufinden, ob auslÀndische MÀchte linksextreme oder anarchistische Gruppen nutzen, um Spionage oder Sabotage zu betreiben", sagte Dobrindt der "Welt am Sonntag".
"Eine Vermutung ist, dass sogenannte Low-Level-Agents eingesetzt werden, das heiĂt, fremde MĂ€chte bedienen sich ansprechbarer oder erpressbarer Personen vor Ort, um Spionage- oder Sabotageakte durchzufĂŒhren." Bei Sabotageakten gegen Bahn- und Energieinfrastruktur sei die Frage, ob zwischen auslĂ€ndischen staatlichen Akteuren und linksextremen Gruppen "ĂŒberhaupt noch so klar zu trennen" sei.
Dobrindt kĂŒndigte an, in seinem Ministerium einen eigenen Stab fĂŒr hybride Bedrohungen einzurichten.
"Er soll Berichte auswerten, Muster erkennen und mögliche Akteure identifizieren." Zu Unterwanderungsversuchen von auslĂ€ndischen Akteuren sagte Dobrindt: "Wir beobachten, dass Linksextremisten versuchen, Staat und Institutionen zu delegitimieren. Es ist nicht auszuschlieĂen, dass auslĂ€ndische MĂ€chte solche AktivitĂ€ten unterstĂŒtzen. AuffĂ€llig ist, wie hĂ€ufig linksextreme Gruppen russische Narrative im Kontext des Ukraine-Kriegs ĂŒbernehmen." Als gefĂ€hrlichste Form des Extremismus bezeichnete Dobrindt allerdings die Gefahr von rechts: "Jede Form von Extremismus ist hochgefĂ€hrlich. Die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA zeigt jedoch, dass die gröĂte Bedrohung derzeit vom Rechtsextremismus ausgeht."


