Buschmann, GeschÀfte

Buschmann will gegen GeschÀfte mit Schrottimmobilien vorgehen

11.03.2024 - 06:20:56

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) will skrupellosen GeschÀften mit sogenannten Schrottimmobilien einen Riegel vorschieben.

Dazu will er die rechtlichen Grundlagen fĂŒr Zwangsversteigerungen neu regeln. "Mit Schrottimmobilien wird in vielen Kommunen ein böses Spiel getrieben - insbesondere dort, wo die wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse schwierig sind", sagte Buschmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag).

"Skrupellose GeschÀftsleute ersteigern ProblemhÀuser, quartieren unter teils erbÀrmlichen Bedingungen Menschen mit Migrationsbezug dort ein und quetschen damit die Immobilien aus wie eine Zitrone - ohne je den geschuldeten Preis zu bezahlen." Dabei machten sie sich das Recht der Zwangsversteigerung zunutze.

Nach Informationen der Funke-Zeitungen sieht der Gesetzentwurf vor, dass die VerwaltungsĂ€mter von Gemeinden die Chance bekommen, dem KĂ€ufer der ersteigerten Immobilie vorĂŒbergehend das Haus oder die Wohnung zu entziehen. "Nach Anordnung der gerichtlichen Verwaltung sind dann beispielsweise etwaige Mieteinnahmen an den gerichtlich bestellten Verwalter zu zahlen", heißt es dem Bericht zufolge in dem Gesetzentwurf.

Voraussetzung sei, dass das Haus oder die Wohnung als Problemimmobilie eingestuft sei. Der KĂ€ufer der Immobilie solle in solchen FĂ€llen das GebĂ€ude erst dann verwalten oder vermieten können, wenn er sein Gebot der Zwangsversteigerung voll bezahlt hat. Das bisherige Gesetz ĂŒber die Zwangsversteigerung verpflichtet die neuen Besitzer nur zur Zahlung einer sogenannten Sicherheitsleistung.

@ dpa.de