Merz, Macron

Merz und Macron bekrĂ€ftigen UnterstĂŒtzung fĂŒr Moldawien

27.08.2025 - 18:11:27

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron und Polens MinisterprĂ€sident Donald Tusk sind am Mittwoch zum UnabhĂ€ngigkeitstag von Moldau in die Hauptstadt der sĂŒdosteuropĂ€ischen Republik gereist.

Der Besuch vor der Parlamentswahl am 28. September wird von Beobachtern als UnterstĂŒtzung fĂŒr die pro-europĂ€ische PrĂ€sidentin Maia Sandu gewertet. "Wir feiern, dass sich die Menschen in Moldau und das Land - selbstbestimmt - auf den Weg in die EuropĂ€ische Union gemacht haben", sagte Merz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Chisinau. "Es hĂ€tte auch ganz anders kommen können. Das fĂŒhrt uns jeden Tag der grausame Krieg Russlands gegen die Ukraine vor Augen. Und es kann immer noch anders kommen. Das spĂŒren die Menschen in diesem Land." Merz erklĂ€rte, die Vertreter der EU-LĂ€nder kĂ€men mit zwei Botschaften.

"Die erste lautet: Die TĂŒr in die EuropĂ€ische Union ist offen. Sie sind uns in dieser EuropĂ€ischen Union von ganzem Herzen willkommen", so der Kanzler. Moldau sei nicht nur geografisch, sondern auch historisch Teil der europĂ€ischen Familie. "Und unsere zweite Botschaft lautet: Wir stehen Ihnen bei, Ihre Freiheit und Ihre SouverĂ€nitĂ€t zu bewahren", sagte Merz. Vor den anstehenden Parlamentswahlen verghe kein Tag ohne massive hybride Attacken Russlands. "Im Fadenkreuz steht die moldauische Demokratie, online wie offline. Im Fadenkreuz steht die freiheitliche offene liberale Gesellschaft", sagte der Kanzler. "Und deshalb hilft Deutschland und deshalb hilft Europa. Wir unterstĂŒtzen Moldau im Kampf gegen Desinformation und im Kampf gegen Cyber-Kampagnen. Wir helfen, indem wir Ihre SicherheitskrĂ€fte stĂ€rken." Macron ergĂ€nzte, man wolle die Demokratie fördern - in einer Zeit, in der das Völkerrecht mit FĂŒĂŸen getreten und Grenzen infrage gestellt werden. "Im Gegensatz zu Russland bedroht die EuropĂ€ische Union niemanden. Sie respektiert die SouverĂ€nitĂ€t jedes Landes", sagte der französische PrĂ€sident. "Jeder entscheidet frei fĂŒr den Eintritt und die SouverĂ€nitĂ€t aller Mitglieder wird respektiert." Macron lobte die Reformen des Landes fĂŒr einen möglichen EU-Beitritt. Diese BemĂŒhungen hĂ€tten die EU-Kommission und alle Mitgliedstaaten dazu gebracht, dem Land die ersten Zahlungen fĂŒr den Wachstumsplan im Umfang 1,9 Milliarden Euro zuzugestehen.

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