Merz drĂ€ngt auf schnellere EU-Erweiterung fĂŒr Westbalkan
05.06.2026 - 17:15:44 | dts-nachrichtenagentur.de
Neben Montenegro gehören Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien und Serbien zum Westbalkan. Alle sechs LĂ€nder streben seit vielen Jahren eine Mitgliedschaft in der EU an. Macron betonte die geopolitische Bedeutung der Region fĂŒr die EU, insbesondere in Bezug auf Energie- und Sicherheitsfragen sowie Migrationsrouten. Merz und Macron reisten mit einem gemeinsamen Konzept nach Tivat, um die Beitrittskandidaten schneller an die EU heranzufĂŒhren. Ein Beobachterstatus in den EU-Institutionen und ein privilegierter Zugang zum Binnenmarkt durch schrittweise Integration sollen Anreize fĂŒr Reformen schaffen.
Montenegros PrĂ€sident Jakov Milatovic bezeichnete den Gipfel als "Wendepunkt" und Ă€uĂerte Hoffnung auf neue Energie fĂŒr die Westbalkan-LĂ€nder. Albaniens MinisterprĂ€sident Edi Rama Ă€uĂerte sich vorsichtiger und forderte Merz und Macron auf, noch mehr fĂŒr eine schnelle Erweiterung zu tun. Kritisch sieht BrĂŒssel eine Hinwendung einiger Beitrittskandidaten zu Russland, insbesondere Serbiens. Die EU forderte Belgrad wiederholt auf, die gegen Moskau verhĂ€ngten Sanktionen umzusetzen. Spannungen zwischen den Staaten der Region, vor allem zwischen Serbien und dem Kosovo sowie zwischen Serbien und Montenegro, bestehen weiterhin.
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