Grenz-Kritik, Scholz

Nach Grenz-Kritik: Scholz spricht mit Polens MinisterprÀsident

13.09.2024 - 18:28:05

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat nach Kritik an den Grenzschutz-PlÀnen der Regierung mit dem polnischen MinisterprÀsidenten Donald Tusk telefoniert.

Das teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am spĂ€ten Freitagnachmittag mit. Tusk hatte am Dienstag die angekĂŒndigten vorĂŒbergehenden Grenzkontrollen an allen deutschen Landgrenzen ab dem 16. September kritisiert. Es handele sich um eine faktische Aussetzung des Schengen-Abkommens, hatte Tusk gesagt.

Man könne nicht "die Grenzen fĂŒr alle öffnen, um sie einen Moment spĂ€ter wieder zu schließen", so Polens MinisterprĂ€sident. Bei dem Telefonat am Freitag habe der Bundeskanzler nun die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten migrationspolitischen Maßnahmen und weitere Überlegungen zur Reduzierung irregulĂ€rer Migration, die sich im Rahmen der europĂ€ischen Rechtsordnung bewegen, erlĂ€utert, so Hebestreit. Sie hĂ€tten darin ĂŒbereingestimmt, dass die Herausforderungen irregulĂ€rer Migration und SchleuseraktivitĂ€ten nur gemeinsam bewĂ€ltigt werden können und eine enge Zusammenarbeit der europĂ€ischen Partner unerlĂ€sslich ist. Man habe darin ĂŒbereingestimmt, den Schutz der europĂ€ischen Außengrenzen zu stĂ€rken, insbesondere auch angesichts der "zynischen Instrumentalisierung von Migranten durch Belarus". Der Bundeskanzler und der polnische MinisterprĂ€sident hĂ€tten vereinbart, ihren "engen Austausch" zu diesen Themen fortzusetzen. Zuvor hatte die Bundesregierung am frĂŒhen Freitagnachmittag ein Migrationsabkommen mit Kenia geschlossen. Es soll die Anwerbung von FachkrĂ€ften aus dem ostafrikanischen Land fördern, aber gleichzeitig auch die Abschiebung von Kenianern ohne Bleiberecht aus Deutschland erleichtern.

@ dts-nachrichtenagentur.de