Steinmeier, Veranstaltung

Steinmeier sagt Veranstaltung zum Nahost-Krieg ab

26.04.2024 - 22:05:38 | dpa.de

BundesprĂ€sident Steinmeier hat seit dem Überfall der Hamas auf Israel schon mehrere Runde Tische zum Nahen Osten veranstaltet. Der nĂ€chste sollte in der kommenden Woche sein. Doch er entfĂ€llt. Warum?

Nach Kritik an der Besetzung der fĂŒr den 2. Mai geplanten Diskussionsrunde hat BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier die Veranstaltung abgesagt. - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Nach Kritik an der Besetzung der fĂŒr den 2. Mai geplanten Diskussionsrunde hat BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier die Veranstaltung abgesagt. - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier hat eine geplante Diskussionsrunde im Schloss Bellevue zum Nahost-Krieg in der kommenden Woche abgesagt. Zu der Veranstaltung «Wie sprechen wir ĂŒber den Krieg in Nahost?» waren der Direktor der BildungsstĂ€tte Anne Frank, Meron Mendel, der Journalist Tilo Jung und die Expertin fĂŒr deutsch-israelische Beziehungen, Melody Sucharewicz, eingeladen. Steinmeier wollte eine Rede halten und dann mit seinen GĂ€sten diskutieren. 

Nach Informationen der «SĂŒddeutschen Zeitung» hatte es in den vergangenen Tagen Kritik an der Besetzung des Runden Tisches gegeben. So sei zum Beispiel moniert worden, dass keine palĂ€stinensische Stimme eingeladen worden sei. 

In einer ErklĂ€rung des BundesprĂ€sidialamts, aus dem die «SĂŒddeutsche Zeitung» zitiert und die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: «Das BundesprĂ€sidialamt ist zu der EinschĂ€tzung gekommen, dass der fĂŒr den 2. Mai geplante Runde Tisch in der aktuellen angespannten Lage dem Ziel, den gesellschaftlichen Frieden zu stĂ€rken, nicht dient. Die Veranstaltung wird daher zu diesem Zeitpunkt nicht stattfinden.»

Der BundesprĂ€sident habe seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober und dem Beginn des Kriegs im Nahen Osten mehrfach zu Runden Tischen eingeladen. Ziel sei es gewesen, Antisemitismus, Hass und Gewalt entgegenzutreten, Raum fĂŒr den Schmerz aller Seiten zu eröffnen, Dialog zu ermöglichen und den gesellschaftlichen Frieden zu stĂ€rken, hieß es in der Stellungnahme weiter. Dazu seien GesprĂ€chspartner mit verschiedenen Positionen, Perspektiven und HintergrĂŒnden eingeladen worden.

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