BundesprÀsidentenwahl: Merz will Frau als Nachfolgerin Steinmeiers
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 19:17 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSUnion plant Entscheidung ĂŒber Kandidatin
- Merz Ă€uĂerte sich am Montagabend bei einer nicht-öffentlichen CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin.
- CDU und CSU wollen die Kandidatenfrage am 9. November in einer PrÀsidiumssitzung beraten.
- Die Bundesversammlung tritt Ende Januar zur Wahl der Nachfolge Steinmeiers zusammen.
Merz legt sich auf Frau als Nachfolge Steinmeiers fest
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich fĂŒr eine Frau als Nachfolgerin des noch amtierenden BundesprĂ€sidenten Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen. Er Ă€uĂerte sich am Montagabend bei der nicht-öffentlichen CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin.
Union berĂ€t ĂŒber Kandidatenfrage
Die CDU will sich am 9. November gemeinsam mit der CSU in ihrer PrĂ€sidiumssitzung mit der Kandidatenfrage beschĂ€ftigen. Die Bundesversammlung soll Ende Januar zusammentreten, um ĂŒber die Nachfolge Steinmeiers zu entscheiden.
Unterschiedliche PrÀferenzen in CDU und CSU
In der CSU wird die bayerische LandtagsprÀsidentin Ilse Aigner favorisiert. In der CDU gilt dagegen Hessens Fraktionschefin Ines Claus als Favoritin.
Breite UnterstĂŒtzung bleibt Ziel
Die Personalentscheidung muss innerhalb der Union abgestimmt werden, bevor die Bundesversammlung ĂŒber die Nachfolge entscheidet. Mit der Festlegung auf eine Frau hat Merz eine zentrale politische Vorgabe gemacht, ohne in der Konferenz eine konkrete Kandidatin zu benennen.
Die Entscheidung ĂŒber die Nachfolge im BundesprĂ€sidentenamt folgt einem mehrstufigen politischen Verfahren. Der BundesprĂ€sident wird nicht direkt von den BĂŒrgern gewĂ€hlt, sondern von der Bundesversammlung, die aus den Mitgliedern des Bundestags und einer gleichen Zahl von Delegierten der LĂ€nder besteht.
Mit der Festlegung auf eine Frau grenzt Merz das Feld politisch ein, ohne in der dts-Meldung eine konkrete Kandidatin zu benennen. Die CDU verfĂŒgt in der Bundesversammlung ĂŒber erhebliches Gewicht und strebt traditionell eine möglichst breite Zustimmung fĂŒr ihren Vorschlag an. Deshalb ist die Kandidatenfrage nicht nur eine Personalentscheidung innerhalb der Union, sondern auch eine Frage der parteiĂŒbergreifenden MehrheitsfĂ€higkeit.
Entscheidung im November
Die CDU will sich am 9. November gemeinsam mit der CSU mit den möglichen Kandidaturen befassen. Dabei treffen unterschiedliche PrĂ€ferenzen aufeinander: Die CSU favorisiert Ilse Aigner, wĂ€hrend in der CDU Ines Claus als Favoritin gilt. Das Verfahren dĂŒrfte deshalb zunĂ€chst die innerparteiliche VerstĂ€ndigung und anschlieĂend GesprĂ€che mit weiteren Parteien erfordern.
FĂŒr die Ăffentlichkeit wird vor allem entscheidend sein, welche Kandidatin Merz tatsĂ€chlich vorschlĂ€gt und ob sie ĂŒber die Union hinaus UnterstĂŒtzung findet. Die Bundesversammlung soll Ende Januar ĂŒber die Nachfolge Frank-Walter Steinmeiers entscheiden. Bis dahin bleibt die Kandidatenfrage der zentrale nĂ€chste Schritt.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
stern: âFriedrich Merz spricht sich in BundesprĂ€sidenten-Debatte fĂŒr Frau ausâ (02.11.2026)
Der Artikel bestĂ€tigt Merzâ Festlegung auf eine Frau und berichtet ĂŒber seinen angekĂŒndigten Vorschlag einer gemeinsamen Kandidatin aus der politischen Mitte. Als Schwerpunkt nennt er zusĂ€tzlich mögliche GesprĂ€che mit SPD und GrĂŒnen sowie weitere gehandelte Namen.
FOCUS online: âMerz spricht sich fĂŒr Frau als BundesprĂ€sidentin ausâ (02.11.2026)
Der Beitrag bestĂ€tigt die ĂuĂerung bei der nicht-öffentlichen CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin und stellt sie als Festlegung in der Steinmeier-Nachfolge dar. Offen bleibt auch dort, welche Kandidatin Merz der Partei konkret vorschlagen wird.
Beide BeitrĂ€ge stimmen beim zentralen Vorgang ĂŒberein: Merz unterstĂŒtzt eine Frau als Nachfolgerin Steinmeiers. Unterschiede liegen vor allem im Umfang der Einordnung und bei den zusĂ€tzlich genannten möglichen Kandidatinnen.
