BundesprÀsidentin: Prien drÀngt CDU auf Entscheidung am 9. November
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 16:20 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSCDU-PrÀsidium legt nÀchsten Schritt fest
- Karin Prien fordert eine Entscheidung der CDU fĂŒr eine BundesprĂ€sidentschaftskandidatin.
- Als Termin fĂŒr die Entscheidung nennt sie die PrĂ€sidiumssitzung am 9. November.
- Prien hĂ€lt mehrere Frauen aus CDU und CSU fĂŒr geeignet und warnt vor einer Benachteiligung in der Debatte.
- Auch ihr eigener Name wird als mögliche Nachfolgerin Frank-Walter Steinmeiers genannt.
CDU soll am 9. November Kandidatin bestimmen
Die stellvertretende CDU-Vorsitzende und Bundesfamilienministerin Karin Prien drĂ€ngt ihre Partei auf eine Entscheidung fĂŒr eine BundesprĂ€sidentschaftskandidatin bis zum 9. November. âFĂŒr mich ganz klar: Es sollte eine Frau werdenâ, sagte sie dem âSternâ und RTL.
Prien verwies auf mehrere Frauen in CDU und CSU, die fĂŒr das Amt geeignet seien, und nannte die Sitzung des CDU-PrĂ€sidiums als entscheidenden Termin: âDer 9. November, das wird der Tag der Entscheidung.â
Prien selbst als mögliche Kandidatin genannt
Auch Priens eigener Name wird in der CDU wiederholt als mögliche Nachfolgerin von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier genannt. âDas schmeichelt mirâ, sagte die Ministerin. FĂŒr das Amt bewerbe man sich nicht, sondern werde dafĂŒr ausgewĂ€hlt.
Prien warnte zugleich davor, einzelne Kandidatinnen in der laufenden Debatte zu beschĂ€digen. Alle derzeit genannten Frauen seien hoch kompetent und hĂ€tten das Zeug, die Position wahrzunehmen. Sie kritisierte, dass bei Frauen nach Argumenten gegen ihre Eignung gesucht werde, wĂ€hrend solche Debatten ĂŒber MĂ€nner anders gefĂŒhrt wĂŒrden.
Entscheidung vor der Bundesversammlung
Die CDU-PrĂ€sidiumssitzung am 9. November wĂ€re eine parteiinterne Vorentscheidung. Die Wahl des BundesprĂ€sidenten erfolgt anschlieĂend durch die Bundesversammlung; Steinmeiers Amtszeit endet im FrĂŒhjahr 2027.
Die Debatte ĂŒber die Nachfolge von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier ist in eine konkrete Entscheidungsphase eingetreten. Steinmeiers Amtszeit endet im FrĂŒhjahr 2027; die Bundesversammlung soll Ende Januar ĂŒber das neue Staatsoberhaupt entscheiden. Damit bleibt der CDU und ihren möglichen Koalitionspartnern nur ein begrenzter Zeitraum, um eine gemeinsame Personalentscheidung vorzubereiten.
Mehrere Namen im GesprÀch
Aus der CDU werden neben Karin Prien unter anderem BundestagsprĂ€sidentin Julia Klöckner und die frĂŒhere CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer als mögliche Kandidatinnen genannt. Zugleich gibt es weitere VorschlĂ€ge aus den Reihen von SPD und Union. Die Personalfrage ist deshalb nicht nur eine innerparteiliche Auswahl, sondern berĂŒhrt auch die Mehrheitsbildung in der Bundesversammlung.
Priens Forderung nach einer Frau verschiebt den Schwerpunkt der Debatte auf die ReprĂ€sentation des höchsten Staatsamtes. Entscheidend wird neben der parteiinternen Eignung sein, ob eine Kandidatin ĂŒber die notwendige parteiĂŒbergreifende Zustimmung verfĂŒgt. Die CDU-PrĂ€sidiumssitzung am 9. November kann dafĂŒr eine wichtige Vorentscheidung liefern, ersetzt aber noch nicht die spĂ€tere Abstimmung der Bundesversammlung.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
tagesschau: âNachfolge fĂŒr Steinmeier: Merz beharrt auf CDU-Vorschlagsrechtâ (28.10.2026)
Der Beitrag bestĂ€tigt den 9. November als wichtigen Zielpunkt fĂŒr die CDU. Im Mittelpunkt steht dort stĂ€rker das parteipolitische Vorschlagsrecht von Friedrich Merz als Priens Forderung nach einer weiblichen Kandidatur.
ntv: âFrei: NĂ€chster BundesprĂ€sident wird wohl eine Frauâ (28.10.2026)
Der ntv-Beitrag ordnet die Debatte ebenfalls als Rennen um eine mögliche Frau fĂŒr die Steinmeier-Nachfolge ein. Anders als Prien konzentriert sich die Darstellung auf die EinschĂ€tzung von Unionsfraktionschef Thorsten Frei und den Wahltermin Ende Januar.
Gemeinsam ist den BeitrĂ€gen die Erwartung einer zeitnahen Festlegung der Union und die starke Rolle weiblicher Bewerberinnen. Offen bleibt, auf welche konkrete Kandidatin sich die CDU verstĂ€ndigt und ob sie anschlieĂend eine ausreichende Mehrheit in der Bundesversammlung erhĂ€lt.
