Verlauf der Berliner Mauer

Bundesregierung sieht den Prozess der Deutsche Einheit auf dem richtigen Weg

04.09.2020 - 17:44:44

Neue BundeslÀnder 30 Jahre nach dem Mauerfall bei 73 Prozent der durchschnittlichen Wirtschaftsleistung.

Die Bundesregierung bewertet den wirtschaftlichen Aufholprozess der neuen BundeslĂ€nder als Erfolg, wie aus dem Jahresbericht zu Stand der Deutschen Einheit hervorgeht, ĂŒber den das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es einen stabilen positiven Trend, der sich durch die Daten zu Wirtschaftswachstum und den RĂŒckgang der Arbeitslosenzahlen deutlich zeigt. In den neuen BundeslĂ€ndern hat sich eine zukunftsfĂ€hige Industrie- und Unternehmensstruktur herausgebildet, die sich durch technologische Exzellenz und eine erstklassige Forschungslandschaft auszeichnet, so der Bericht der Bundesregierung, fĂŒr den der neue Ostbeauftragte, Marco Wanderwitz (CDU) verantwortlich zeichnet.
Im Jahr 2019 erwirtschafteten die neuen BundelÀnder ein Bruttoinlandsprodukt, das sich im Schnitt auf 73 Prozent des Gesamtwertes der Bundesrepublik belÀuft. Bei Einberechnung der Hauptstadt steigt dieser Wert auf 79 Prozent. Es ist ein langfristig angelegter Prozess der im Jahr 1990 begonnen wurde. Nach dem Ende der DDR erreichten die neuen BundeslÀnder einen Wert von nur 37 Prozent des Westniveaus. Der Anteil der ehemaligen DDR an der Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik hat sich damit mehr als verdoppelt. Der Prozess der AnnÀherung ist stabil und kontinuierlich, so dass mittelfristig mit einer Nivellierung zu rechnen ist, betont der Bericht zur Deutschen Einheit. Mit Blick auf die absoluten Werte zeigt sich die Dynamik der Entwicklung. Demnach hat sich das Bruttoinlandsprodukt (ohne Berlin) um den Faktor vier erhöht.
Der Bericht der Bundesregierung sieht allerdings weiterhin Nachholbedarf. Es gibt immer noch eine zu große ökonomische Differenz zwischen den westlichen und den östlichen BundeslĂ€ndern. Trotz der Dynamik in LĂ€ndern wie Sachsen und ThĂŒringen, konnte noch keines dieser LĂ€nder bisher ganz zu den alten BundeslĂ€ndern aufschließen. Dies bedeutet, dass die durchschnittliche Wirtschaftskraft dieser VorzeigelĂ€nder weiterhin unter dem Wert des schwĂ€chsten westdeutschen Bundeslandes liegt. Dies gilt auch fĂŒr die Hauptstadt, deren Werte ebenfalls unter denen der WestlĂ€nder liegen.
Als Grund fĂŒr die weiterhin bestehende ökonomische Kluft nennt der Bericht die Unternehmens- und Industriestruktur. Nach dem Ende der DDR-Großbetriebe ist die Wirtschaft durch kleine und mittlere Unternehmen geprĂ€gt. Derzeit gibt es kein global agierendes Großunternehmen, das seinen Stammsitz in den neuen BundeslĂ€ndern hat, was sich deutlich auf die Wirtschaftskraft auswirke.
Obwohl die ökonomische Entwicklung von der Bundesregierung positiv bewertet wird, rĂ€umt der Bericht zur Deutschen Einheit auch VersĂ€umnisse ein. Trotz der steigenden Wirtschaftskraft sei es nicht gelungen, einen in den letzten Jahren grĂ¶ĂŸer werdenden Anteil der Bevölkerung zu integrieren. Der Bericht stellt eine weiterhin existierende negative Grundstimmung bei Teilen der Bevölkerung fest. Dies zeigt sich exemplarisch bei der Zustimmung zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und zur EinschĂ€tzung der staatlichen Institutionen. Bei beiden Problemfeldern zeigt sich ein negativer Gesamttrend, der allerdings auch im Westen festellbar ist. Die Verunsicherung in Teilen der Bevölkerung, die sich in Kritik und Skepsis gegenĂŒber staatlichen Organen Ă€ußert, zeigt sich in den politischen WertĂŒberzeugungen. Die Identifikation der BĂŒrger und BĂŒrgerinnen in den neuen BundelĂ€ndern mit der Bundesrepublik sei signifikant niedriger als im Westen, so die Bewertung der Autoren des Berichts. Die Politik und die demokratischen Institutionen haben ein Imageproblem, das im Osten deutlich stĂ€rker ausgeprĂ€gt ist, so der Bericht, der am 16.September im Kabinett verabschiedet werden soll. Der Bericht zur Deutschen Einheit erscheint jĂ€hrlich in Verantwortung des Bundeswirtschaftsministeriums.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix

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