BundestagsprÀsidentin will Ordnungsgeld stark erhöhen
11.11.2023 - 20:56:00Die Reform des Ordnungsrechts des Parlamentes sei nötig, "um gegen notorische Pöbler hĂ€rter durchgreifen zu können", fĂŒgte Bas hinzu. Seit der letzten grundlegenden Reform der GeschĂ€ftsordnung im Jahr 1980 seien die Zeit und die parlamentarische Praxis ĂŒber vieles hinweggegangen. Auch Abgeordnete, die immer wieder ermahnt werden, mĂŒssten kĂŒnftig eine Strafe zahlen. Bas: "Wer eine bestimmte Zahl an Ordnungsrufen kassiert hat, muss dann automatisch zahlen - nach dem Prinzip Gelbe Karte, Rote Karte." ZusĂ€tzlich will die BundestagsprĂ€sidentin gegen Beleidigungen von Kollegen im Internet stĂ€rker vorgehen. Wenn Abgeordnete im Deutschen Bundestag filmten oder fotografierten und dann die Videos und Fotos veröffentlichten, um Kollegen in sozialen Medien zu diffamieren, soll auch das geahndet werden können. Eindringlich rief Bas die Mitglieder des Bundestages dazu auf, sich nicht lĂ€nger gegenseitig zu attackieren: "Wir mĂŒssen stĂ€rker auf unsere Sprache achten, sollten im Deutschen Bundestag nicht persönlich ĂŒbereinander herfallen, einander nicht diffamieren. Unsere Debattenkultur spiegelt sich am Ende in der Gesellschaft wider." Sie selbst verteile regelmĂ€Ăig RĂŒgen und Ordnungsrufe und appelliere immer wieder, der eigenen Vorbildfunktion gerecht zu werden. Damit wolle sie zeigen, dass Kollegen sich mĂ€Ăigen mĂŒssten. Bas sagte zudem, dass sie viele Zuschriften von BĂŒrgern bekomme "mit dem Vorwurf, dass wir Abgeordneten uns schlimmer auffĂŒhren als Rowdys auf dem Schulhof".


