ROUNDUP, Lemke

Lemke fordert staatliche Missbrauchsaufsicht fĂŒr FernwĂ€rmer

14.03.2024 - 15:41:48 | dpa.de

Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke hat angesichts hoher Nachzahlungen mehr Verbraucherschutz bei der FernwÀrme gefordert.

"Wer teils Tausende Euro nachzahlen muss, ist schnell finanziell ĂŒberfordert", sagte die GrĂŒnen-Politikerin dem "Tagesspiegel" (Donnerstag). "Hinzu kommt, dass Mieterinnen und Mieter die Preise, die die FernwĂ€rmeversorgungsunternehmen verlangen, oft gar nicht nachvollziehen können."

Lemke hĂ€lt einen Dreiklang fĂŒr nötig, um faire Preise und faire Bedingungen in der FernwĂ€rme zu gewĂ€hrleisten. "Erstens brauchen wir klarere Regelungen, welche Kosten durch PreisĂ€nderungsklauseln weitergeben werden dĂŒrfen." Zweitens brauche man eine starke staatliche Missbrauchsaufsicht und eine Schlichtungsstelle, die Verbraucherbeschwerden annimmt und Verbraucherrecht durchsetzt. "Und drittens brauchen wir einen starken Schutz vor WĂ€rmesperren, damit niemand im Winter die Heizung abgedreht bekommt", forderte Lemke.

Der Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) verwies auf bereits bestehende gesetzliche Regeln und Kontrollmechanismen. "Wenn ein Unternehmen nicht marktgerechte Preise nimmt, können die Kartellbehörden prĂŒfen", erlĂ€uterte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Ingbert Liebing.

Das Preissystem sei komplex, so Liebing. Marktpreisentwicklungen könnten mit erheblichem Zeitversatz bei Kundinnen und Kunden ankommen. Das liege an bestimmten Preis-Indizes, die zunĂ€chst erhoben werden mĂŒssten, bevor Preisanpassungen erfolgen könnten. Der VKU habe die Regierung bereits im Sommer 2022 hierauf hingewiesen und VorschlĂ€ge gemacht. FernwĂ€rme-Kundinnen und -Kunden hĂ€tten bei einer frĂŒhzeitigen Anpassungsmöglichkeit der Preise besser von der Preisbremse der Regierung profitieren können. Dann hĂ€tte es die aktuellen Preissteigerungen so nicht gegeben, so der Verband.

"Ich warne davor, die FernwĂ€rme schlechtzureden", sagte der VKU-GeschĂ€ftsfĂŒhrer. "Wir wollen an vielen Orten die WĂ€rmenetze ausbauen, weil es fĂŒr Kunden in vielen Gebieten und fĂŒr das Klima die technisch und wirtschaftlich beste Lösung ist." Liebing erlĂ€uterte, die Preisbildung richte sich nach der Entwicklung der Kosten der Anbieter und einer Marktkomponente, die sich an bestimmten Gas-Preis-Indizes orientiere. Eine Preisvergleichsplattform sei in Arbeit. Sein Verband begrĂŒĂŸe auch ein anvisiertes Schlichtungsverfahren.

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