Generalinspekteur bestreitet Munitionsprobleme auf Fregatte
26.03.2024 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de
Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer ist Befürchtungen entgegengetreten, beim Einsatz der Fregatte "Hessen" im Roten Meer könne es zu Munitionsproblemen kommen.
Deutsche Kriegsschiffe (Archiv) - Foto: über dts Nachrichtenagentur
?Der Kommandant der Hessen kann mit den Waffen an Bord und der zur Verfügung stehenden Munition den Auftrag zu 100 Prozent erfüllen - und zwar so lange, wie die Fregatte im Roten Meer eingesetzt ist`, sagte Breuer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).
Geplant sei, die ?Hessen` bis Ende April vor Ort zu belassen. ?Die Munition reicht nicht nur bis dahin, sondern darüber hinaus.` Der Generalinspekteur bekräftigte: ?Die Hessen hat voll aufmunitioniert in den Einsatz verlegt. Und wir haben genug Munition für eine Nachversorgung.`
Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Florian Hahn, hatte zuvor auf mögliche Schwierigkeiten hingewiesen. Ein Teil der Munition sei nicht mehr nachzubeschaffen, ?weil es die entsprechende industrielle Kapazität nicht mehr gibt`, sagte der CSU-Politiker. ?Wenn die Bestände also leer geschossen sind, kann die Marine sie nicht mehr nachfüllen - und muss die Fregatte abziehen.`
Breuer entgegnete, eine öffentliche Diskussion über die Verfügbarkeit der Munition auf der ?Hessen` spiele dem Gegner in die Hände.
Die Huthi seien ?eine hochgerüstete Streitmacht, die bei der Auseinandersetzung im Roten Meer punktuell auch westliche Streitkräfte fordern können`. Schlussfolgerungen sollten daher mit Bedacht und nicht in der Öffentlichkeit gezogen werden.
Die ?Hessen` war im Rahmen der EU-Marinemission ?Aspides` zum Schutz von Handelsschiffen mit 240 Soldaten an Bord in die Region entsandt worden. Seit mehreren Monaten greift die pro-iranische Huthi-Miliz, die Gebiete im Norden des Bürgerkriegslands Jemen kontrolliert, Schiffe im Roten Meer an.
Breuer sprach von einem komplexen Bedrohungsszenario. Die Huthi setzten unterschiedliche Waffensysteme ein. `Manche Drohnen fliegen in großer Höhe zur Aufklärung, andere werden in geringer Höhe über dem Wasser eingesetzt und steuern sich selbst ins Ziel`, sagte er. `Um angemessen auf die vielschichtigen Bedrohungen reagieren zu können, ist ein Waffenmix notwendig.` Einen solchen habe die `Hessen`.
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