Drogenbeauftragter will SpezialgeschÀfte zum Zigarettenverkauf
05.09.2024 - 05:00:00"Lizenzierte SpezialgeschĂ€fte fĂŒr den Zigarettenverkauf wĂ€ren aus meiner Sicht der richtige Weg, das Rauchen einzuschrĂ€nken", sagte Blienert. Etwa in Schweden, Ăsterreich oder Italien ist das bereits der Fall. Auch fĂŒr das Ende der Werbung fĂŒr Zigaretten will sich Blienert einsetzen. Noch dĂŒrfen Zigarettenmarken etwa im AuĂenbereich am Kiosk oder bei Veranstaltungen fĂŒr ihre Produkte werben. "Ein Verbot dieser Werbung wĂŒrde helfen, die Raucherquote deutlich zu senken", sagte Blienert. SchlieĂlich sei im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbart, das Sponsoring bei Veranstaltungen durch die Zigarettenindustrie zu verbieten. ` Der Drogenbeauftragte bemĂ€ngelte auch, dass sich der Staat zu wenig um den Schutz der Nichtraucher kĂŒmmere. "Es ist falsch und nicht zu verstehen, wenn auf Bahnsteigen oder in FlughĂ€fen noch Raucherecken eingerichtet werden. Das gehört abgeschafft", sagte Blienert. Grund fĂŒr die VorstöĂe ist der Umstand, dass die Raucherquote in Deutschland im Vergleich mit anderen LĂ€ndern in Europa höher liegt. Laut der Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (Debra-Studie) lag sie unter Erwachsenen Mitte 2024 bei 30 Prozent. Unter Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren betrug dieser Wert im Jahr 2023 rund 15 Prozent. Der Anteil der E-Zigarettenraucher wird in der Studie mit zwei Prozent angegeben. Nach Daten des Krebsforschungszentrums verursacht das Rauchen direkte und indirekte Kosten durch GesundheitsschĂ€den von jĂ€hrlich rund 80 Milliarden Euro.


