Gesellschaft, Gesundheit

Caritas-PrÀsidentin kritisiert geplante Pflegereform

19.05.2026 - 14:14:03 | dts-nachrichtenagentur.de

Caritas-PrĂ€sidentin Eva Welskop-Deffaa hat die PlĂ€ne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) fĂŒr eine Pflegereform kritisiert.

Eva Maria Welskop-Deffaa (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Eva Maria Welskop-Deffaa (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Sie warnte vor einem "Ausverkauf der sozialen Absicherung des Pflegerisikos": Die finanzielle Belastung von PflegebedĂŒrftigen in der stationĂ€ren Pflege dĂŒrfe nicht weiter steigen, sagte sie dem "Tagesspiegel".

Aktuell zahlen Heimbewohner in Deutschland bereits einen Eigenanteil von durchschnittlich 3.200 Euro. Hierauf erhalten sie von der sozialen Pflegeversicherung jedoch sogenannte LeistungszuschlĂ€ge, die mit der Dauer des Aufenthaltes zunehmen. Warken erwĂ€gt, die Erhöhung der ZuschlĂ€ge nun zu strecken. Die Entlastung um 75 Prozent der pflegebedingten Kosten wĂŒrde statt heute nach 36 Monaten dann erst nach 54 Monaten erreicht. Dies sei ein Zeitpunkt, den das Gros der Klienten nicht erreiche, so Welskop-Deffaa.

Die Caritas-PrĂ€sidentin sprach sich auch gegen PlĂ€ne aus, die RentenbeitrĂ€ge fĂŒr pflegende Angehörige zu halbieren. "Pflegende Angehörige sind das RĂŒckgrat der Pflege in Deutschland", sagte Welskop-Deffaa. Ihnen fĂŒr diese Leistung die Rentenpunkte als zukĂŒnftige Absicherung zu kĂŒrzen, um heute kurzfristig Einsparpotenziale zu erwirtschaften, sei ein nicht hinnehmbares soziales Debakel.

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