Merz, Scholz

Merz: Scholz bittet nach Vorschlag zur Zusammenarbeit um Bedenkzeit

27.08.2024 - 15:42:12 | dts-nachrichtenagentur.de

CDU-Chef Friedrich Merz hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in einem persönlichen GesprÀch am Dienstag den Vorschlag gemacht, bei einer schnellen VerschÀrfung der Asylgesetze zusammenzuarbeiten um die irregulÀre Migration zu stoppen - und der Kanzler hat sich offenbar Bedenkzeit erbeten.

Olaf Scholz und Friedrich Merz (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Olaf Scholz und Friedrich Merz (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Union und SPD hĂ€tten zusammen eine ausreichende Mehrheit im Parlament, man brauche also weder FDP noch GrĂŒne, sagte Merz am Nachmittag vor Journalisten in Berlin. Scholz habe "spontan keine Zustimmung geĂ€ußert", aber zugesagt, dass er den Vorschlag bedenken und kurzfristig eine RĂŒckantwort geben wolle, sagte Merz. Nach seiner EinschĂ€tzung werde der Kanzler das Angebot nicht ausschlagen, sagte Merz.

Das GesprĂ€ch sei "atmosphĂ€risch" gut gewesen, er habe sogar mit dem Kanzler zusammen gefrĂŒhstĂŒckt. Der CDU-Chef sagte weiter, er habe seinen Vorschlag mit der CSU und der Bundestagsfraktion abgestimmt, er spreche daher fĂŒr die gesamte Union. Konkret hat Merz nach eigenen Angaben den Kanzler gebeten, eine Person zu benennen die zusammen mit einem Vertreter der Union angesichts der AnschlĂ€ge von Solingen und Mannheim schnell GesprĂ€che aufnehmen solle zu der Frage: "Was könnten wir, was mĂŒssten wir im Rahmen des bestehenden Rechts Ă€ndern?" Er wĂŒrde fĂŒr die Union Thorsten Frei benennen. In der nĂ€chsten Haushaltswoche solle dann ein halber Tag dafĂŒr reserviert werden, einen Katalog an GesetzesĂ€nderungen zu beschließen. FĂŒr eine schnelle Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes und des Aufenthaltsgesetzes gebe es seiner EinschĂ€tzung nach bereits eine ausreichende Mehrheit, sagte Merz, wenn die Abstimmung im Parlament "freigegeben" werde. Sollte sich die EU bei RĂŒckfĂŒhrungen nach dem Dublin-Verfahren quer stellen, dann mĂŒsse Deutschland auch eine "Nationale Notlage" erklĂ€ren. "Dem Bundeskanzler entgleitet mittlerweile das eigene Land", sagte Merz. Dabei habe der ihm verraten, dass er die irregulĂ€re Migration am liebsten auf null bringen wĂŒrde. FDP und GrĂŒne aber stellten sich quer. Die jĂŒngsten VerschĂ€rfungen fĂŒr die Polizei seien von Misstrauen geprĂ€gt, so Merz, beispielsweise dass Beamte eine "Kontrollquittung" ausstellen sollen. Kontrollquittungen seien der falsche Weg, stattdessen mĂŒsse die Bundespolizei auch anlasslose Kontrollen durchfĂŒhren und selber AntrĂ€ge auf Abschiebehaft stellen können, das dĂŒrfe sie bisher nicht.

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