CDU-GeneralsekretĂ€r weist Kritik an neuer Grundsicherung zurĂŒck
Veröffentlicht am: 15.01.2026 um 06:55 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de"Denn jetzt gilt: Wer arbeiten kann, aber Termine verstreichen lĂ€sst oder zumutbare Arbeit wiederholt nicht annimmt, der erhĂ€lt zukĂŒnftig auch keine Leistungen mehr", so Linnemann. "Mit der RĂŒckkehr zum Vermittlungsvorrang bringen wir Arbeitssuchende so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt zurĂŒck. Dadurch stĂ€rken wir SelbstĂ€ndigkeit und Eigenverantwortung und verhindern, dass Menschen in irgendwelchen MaĂnahmen feststecken, aus denen sie nicht wieder rauskommen", sagte der CDU-Politiker. "Damit stellen wir sicher, dass jeder das Seine zu unserer Solidargemeinschaft beitrĂ€gt."
Der Bundestag debattiert am heutigen Donnerstag in erster Lesung ĂŒber den Gesetzentwurf zur Grundsicherung von Arbeitsministerin BĂ€rbel Bas (SPD).
Die Sozialaktivistin Helena Steinhaus vom Verein "Sanktionsfrei" kĂŒndigte unterdessen an, gegen die VerschĂ€rfung des BĂŒrgergelds zu protestieren. "Die Reformen sind noch nicht in Kraft. Als Aktivistin sage ich: Da geht noch was", sagte Steinhaus der "SĂŒddeutschen Zeitung".
Das Vorhaben der Bundesregierung, das BĂŒrgergeld fĂŒr eine neue Grundsicherung abzuschaffen, kritisierte Steinhaus scharf. Die geplanten Totalsanktionen nach drei verpassten Terminen wĂŒrden vor allem psychisch und physisch Kranke treffen. "Das wird ĂŒbel", warnte sie. Die Betroffenen hĂ€tten Angst vor Obdachlosigkeit.
Steinhaus forderte stattdessen, den Regelsatz in der Grundsicherung deutlich zu erhöhen, von derzeit 563 Euro auf mindestens 813 Euro im Monat. "Wir sind alle nur einen Schicksalsschlag von der Grundsicherung entfernt", so die Aktivistin. Jobcenter sollten die BĂŒrgergeldempfĂ€nger zudem nicht in Jobs ohne Perspektive zwingen. "Auch Menschen ohne Aktienpakete haben das Recht auf freie Berufswahl."
