Union, Ausweisungsrecht

Union macht verschÀrftes Ausweisungsrecht zur Koalitionsbedingung

30.12.2024 - 14:39:26

CDU-GeneralsekretĂ€r Carsten Linnemann will die von ihm vorgeschlagene VerschĂ€rfung des Ausweisungsrechts fĂŒr straffĂ€llig gewordene FlĂŒchtlinge zur Bedingung fĂŒr eine Koalition nach der Bundestagswahl machen.

Linnemann sagte am Montag dem TV-Sender "Welt", dass der Artikel 45 des Aufenthaltsgesetzes so geĂ€ndert werden mĂŒsse, dass bereits "nach einer zweiten Straftat im kleineren Bereich der Aufenthaltstitel erlischt". Der CDU-GeneralsekretĂ€r weiter: "Diese Änderung will ich. Die wird bei uns nicht nur im Wahlprogramm erweiterten Niederschlag finden, sondern wird auch in einem Koalitionsvertrag kommen." Wer mit der Union regieren wolle, dem mĂŒsse klar sein, "dass wenn jemand nach Deutschland kommt und hier Straftaten begeht, kein Recht hat, in Deutschland zu bleiben".

Und weiter: "Ich finde, das kann man schon als Bedingung stellen." FĂŒr ihn sei das eine Frage des gesunden Menschenverstandes: "Da kommen Menschen zu uns, die fliehen, und die haben hier kein Recht, sich unanstĂ€ndig zu verhalten." Dazu gehören fĂŒr ihn bereits zwei Straftaten wie Diebstahl oder Schwarzfahren. Den Hinweis, dass diese Forderung sowohl mit der SPD als auch mit den GrĂŒnen schwierig umzusetzen sein werde, ließ Linnemann nicht gelten: "Das interessiert mich erst mal nicht." Auch die Union mĂŒsse Bedingungen stellen. "Jemand, der nach Deutschland kommt, hat sein Gastrecht verwirkt, wenn er hier meint, tun und machen zu können, was er will. Hier muss man sich an Regeln und Gesetze halten. Das gilt auch fĂŒr kleinere Straftaten." Einen "Warnschuss" brauche es nach Überzeugung von Gerichten, aber nach der zweiten Straftat mĂŒsse man Deutschland verlassen. DiebstĂ€hle, Körperverletzungen, Bedrohungen und Drogendelikte mĂŒssten kĂŒnftig zĂ€hlen.

@ dts-nachrichtenagentur.de