CDU-SozialflĂŒgel, Lebensmittelsteuern

CDU-SozialflĂŒgel will niedrigere Lebensmittelsteuern

Veröffentlicht am: 26.02.2025 um 06:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Vor dem Hintergrund der Preisentwicklung hat der Arbeitnehmer- und SozialflĂŒgel der CDU eine umfangreiche Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen durch die nĂ€chste Bundesregierung gefordert.
Joghurt in einem Supermarktregal (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wir mĂŒssen wirklich dringend etwas fĂŒr die hart arbeitende Mitte in Deutschland tun", sagte der CDA-Vorsitzende Dennis Radtke dem "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe) mit Blick auf die in den vergangenen Jahren gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise sowie die stark erhöhten Kosten fĂŒr Mieten oder Immobilien. "Diese drei Punkte mĂŒssen in einem Koalitionsvertrag klar adressiert und in konkretes Regierungshandeln ĂŒbertragen werden." Als Beispiel nannte Radtke FreibetrĂ€ge in der Sozialversicherung oder eine Senkung der Abgabenlast. "Die Lebensmittelsteuern mĂŒssen runter", sagte er.

Bisher hat die Union als Teil ihres Sofortprogrammes eine Senkung der Steuern auf Speisen in der Gastronomie vorgeschlagen, wĂ€hrend der scheidende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Dezember eine Senkung der Mehrwertsteuern auf Lebensmittel von sieben auf fĂŒnf Prozent vorgeschlagen hatte. Radtke kritisierte, "dass wir im Wahlkampf weder genug ĂŒber die Wirtschaft noch ĂŒber soziale Entlastungen gesprochen haben." Stattdessen habe "allein die Migrationsdebatte die letzten Wahlkampfwochen bestimmt". Zudem hĂ€tte die Partei, so das CDU-Vorstandsmitglied weiter, "offensichtlich nicht gut genug erklĂ€rt, warum wir die Unternehmenssteuern senken wollen - nicht fĂŒr die feinen Herren in der Chefetage, sondern damit die ArbeitsplĂ€tze in diesen Firmen auch eine Zukunft haben". Auch von der Union seien daher gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer "scharenweise zur AfD gewandert". Man spreche "diese Menschen nicht mehr gut genug an". Um dem entgegenzuwirken kann sich Radtke seinen VorgĂ€nger bei der CDA, Karl-Josef Laumann, Minister fĂŒr Arbeit und Soziales in NRW, als Bundesminister in Berlin vorstellen. Er sei zwar, so Radtke, "nicht berufen, hier eine Kabinettsliste zu formulieren". Allerdings wĂ€re Karl-Josef Laumann seiner Ansicht nach "fĂŒr die neue Bundesregierung ein echtes Zugpferd". Der nordrhein-westfĂ€lische Minister sei "nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen und spricht eine Sprache, die sie verstehen", so Radtke. "Ich wĂŒrde mich sehr freuen, wenn Friedrich Merz ihn fragt."

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